Neue Zählweise? Nicht mehr Best-of-Five? In Australien denkt man über vieles nach

Tennis ist ein Sport mit vielen Traditionen. Aber aus Australien kommen nun Signale, dass sich an der Zählweise etwas ändern könnte. Oder sollte.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 09.09.2026, 16:48 Uhr

Andrew Abdo (Mitte) hat Craig Tiley (rechts) als CEO von Tennis Australia beerbt
© Getty Images
Andrew Abdo (Mitte) hat Craig Tiley (rechts) als CEO von Tennis Australia beerbt

Nichts scheint im Tennis aktuell wichtiger zu sein, als neue Zuschauerschichten zu erschließen. Bei den US Open haben Influenzier freundlich übernommen, das Interesse der zumeist jungen Menschen an den Matches tendiert zwar gegen Null, aber darum geht es der USTA nicht. Hauptsache, man ist im Gespräch. Die „traditionellen“ Fans kommen ohnehin - wenn sie sich die horrenden Preise noch leisten wollen (oder können).

Aber hey: Craig Tiley, der neue Chef des US-amerikanischen Verbandes, möchte das letzte Major der Saison ja generell zum Disneyland des Tennissports machen. Wo halt nebenbei auch noch ein paar Champions gekrönt werden.

Tennis Australia als Vorreiter

Tiley hat bis vor kurzem noch als CEO von Tennis Australia gewirkt, war dort auch bei der Einführung des ATP Cups maßgeblich involviert, der mittlerweile zum United Cup mutiert ist. Darüber hinaus ist Tennis Australia auch beim Laver Cup stark involviert.

Nun möchte Tileys Nachfolger offenbar gleich dort ansetzen, wo sein Vorgänger aufgehört hat: Denn Andrew Abdo, der neue CEO von Tennis Australia geht dorthin, wo es wirklich wehtut: nämlich ans sakrosankte Zählsystem. „Vielleicht spielen wir nicht im gesamten Turnier Best-of-Five, vielleicht ändern wir das Scoring“, postete Abdo. Man wolle den Sport immer noch speziell halten. Aber über Veränderungen müsse man nachdenken.

von Jens Huiber

Mittwoch
09.09.2026, 21:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 09.09.2026, 16:48 Uhr