Maria Sharapova will zum ersten Mal im Finale siegen

Ab Samstag steigt das Endspiel zwischen Tschechien und Russland – beide Teams kamen bei einem amüsanten Quiz jedoch ziemlich ins Schleudern.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 13.11.2015, 09:15 Uhr

2015 Fed Cup Final / Prag, Tschechien
Sa., 14.11. (Start: 14:00 Uhr)
So., 15.11. (Start: 12:00 Uhr)

Belag: Hartplatz
Titelverteidiger: Tschechien

Es hätte alles so schön sein können: Deutschland gegen Tschechien, das Rückspiel des Finales 2014, diesmal sogar mit Aussicht auf ein Heimspiel.Die bittere 2:3-Halbfinal-Pleite gegen Russlandin Sotschi hat dieses Szenario zunichte gemacht – so gelten die Tschechinnen erneut als die leichten Favoritinnen auf den Sieg in Prag, wo am Samstag um 14:00 Uhr das erste Einzel steigen wird.

Maria Sharapova im Finale dabei

Dass Russland ein gutes Wörtchen mitsprechen kann, liegt vor allem an Maria Sharapova, die zwar in Runde eins spielte, im Halbfinale gegen Deutschland jedoch fehlte. „Es ist eine neue Erfahrung für mich. Ich war zu vielen Gelegenheiten im Team dabei, aber nie im Finale“, sagt Sharapova, die wohl auch am Start ist, um dieTeilnahmevoraussetzung für die Olympischen Spiele 2016zu erfüllen. Auf dem Papier sollte Sharapova als Nummer vier der Welt, und somit Höchstplatzierte im Ranking, beide Einzel gewinnen. Im direkten Vergleich mit Petra Kvitova führt Sharapova mit 6:4, hat allerdings die letzten beiden Begegnungen gegen die tschechische Nummer eins verloren – beide bei den WTA Finals 2013 und 2014. Ähnlich ihre Bilanz gegen die mutmaßliche zweite Einzelspielerin auf tschechischer Seite, Lucie Safarova. Hier liegt Sharapova mit 4:2 in der Gesamtbilanz vorne, das letzte Duell bei den French Openentschied Safarova jedoch für sich. Spannung ist also mehr als vorhanden, und die Stimmung im russischen Team sollte stimmen. Obwohl Sharapova als Einzelgängerin gilt und hiermit auch oft kokettiert: In der Vorbereitung gaben Maria Sharapova, Ekaterina Makarova, Anastasia Pavlyuchenkova, Elena Vesnina und Teamchfin Anastasia Myskina nach außen hin einen harmonischen Eindruck, auch wenn sie beim lustigen Fed-Cup-Quiz nicht wirklich glorreich abschnitten.

Wer spielt die zweiten Einzel?

Mit Tschechien und Russland stehen ohnehin die neben Italien erfolgreichsten Fed-Cup-Nationen der letzten Jahre im Endspiel. Die starken Tschechinnen siegten in den letzten vier Fed-Cup-Jahren drei Mal, darunter 2011 gegen Russland, das zwischen 2004 und 2008 vier Mal den Pokal holte. Während Kvitova und Sharapova als Einzelspielerinnen feststehen sollten, stehen hinter den zweiten Einzel-Akteurinnen zwei Fragezeichen. Auf tschechischer Seite also hinter Lucie Safarova, Nummer neun im WTA-Ranking, die zuletzt mit Verletzungen kämpfte und bei den WTA Finals in der Vorrunde ausschied; die interne Konkurrentin Karolina Pliskova, Nummer elf der Welt,stand hingegen bei der anschließenden WTA Elite Trophy im Finale. Bei den Russinnen ist Ekaterina Makarova als Weltranglisten-23. numerisch an Nummer zwei notiert, allerdings konnte sie nach den US Open wegen einer Beinverletzung nicht mehr antreten. Sie ist jedoch „bereit zu spielen und sehr glücklich, dass ‚Nastia’(Teamchefin Anastasia Myskina, Anmerkung)mich eingeladen hat.“ Ihr im Nacken sitzt Anastasia Pavlyuchenkova, die eine starke Herbstform zeigte, das Turnier in Linz gewann und im Finale von Moskau stand. Dass das Duell in Prag eines auf Augenhöhe ist, zeigt auch das zweite Video-Quiz – diesmal mit den Tschechinnen, die fast ebenso grandios scheiterten wie ihre Gegnerinnen. Man kann davon auszugehen, dass beide Teams ab Samstag bessere Antworten auf dem Platz abliefern und deutlich ernsthafter zur Sache gehen werden.

Die Teams im Überblick

Tschechien
Petra Kvitova(WTA-Einzel 6)
Lucie Safarova(WTA-Einzel 9, WTA-Doppel 4)
Karolina Pliskova(WTA-Einzel 11, WTA-Doppel 46)
Barbora Strycova(WTA-Einzel 41, WTA-Doppel 28)

Russland
Maria Sharapova(WTA-Einzel 4)
Ekaterina Makarova(WTA-Einzel 23, WTA-Doppel 10)
Anastasia Pavlyuchenkova(WTA-Einzel 28, WTA-Doppel 27)
Elena Vesnina(WTA-Einzel 111, WTA-Doppel 11)

(Text: fg)

von tennisnet.com

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13.11.2015, 09:15 Uhr