Nick Kyrgios legt Rechtsstreit mit Wimbledon-Fan bei - und spendet
Nick Kyrgios hat sich bei jener Zuseherin, die der Australier im Wimbledon-Endspiel 2022 beleidigt hatte, entschuldigt - und damit den Rechtsstreit mit der Besucherin beigelegt. Auf deren Wunsch hat Kyrgios zudem £20,000 gespendet.
von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet:
06.11.2022, 11:15 Uhr

Nick Kyrgios ist beileibe kein Mann, unter dessen Beteiligung ein ruhiger, unaufgeregter Tennisnachmittag zu erwarten ist - auch und insbesondere in einem Grand-Slam-Endspiel nicht. Das jedenfalls ist seit Wimbledon 2022 klar, wo der Mann aus Canberra erstmals im Finale eines Major-Turniers stand. Und wo er nicht ohne Gesprächsstoff trotz starker Leistung mit 1:3-Sätzen gegen den großen Favoriten und 21-fachen Grand-Slam-Champion Novak Djokovic den Kürzeren ziehen sollte.
Negativer Höhepunkt: die verbale Entgleistung Kyrgios' gegenüber einer Zuseherin, die - folgt man der Lesart des Australiers - vor und während dem Endspiel 700 alkoholische Getränke konsumiert haben sollte. Dies würde jedenfalls deren Verhalten rechtfertigen, sagte Kyrgios, der sich von der Besucherin im Endspiel zunehmend irritiert fühlte. Und dies - ganz in Kyrgios'scher Manier - natürlich auch lautstark kundtat. Sehr zur Missgunst von der Zuseherin: Anna Palus.
Kyrgios entschuldigt sich - und spendet
Die sich diese Entgleisung vor Weltpublikum nicht gefallen lassen wollte und recht schnell gerichtliche Schritte gegen den 27-jährigen Australier ankündigte. Dieser habe sie diffamiert - und das vor potenziell Millionen von Zusehenden. Nun wurde dieser Rechtsstreit beigelegt, Kyrgios hat sich bei der Frau entschuldigt: Er habe, so Kyrgios, sich von ihr irritiert gesehen und das Gefühl gehabt, Paulus sei während des Spiels betrunken. "Ich gebe zu, dass ich mich geirrt habe, und entschuldige mich dafür", sagt der 27-Jährige nun.
Die Strafzahlung, die dem Enfant terrible für seine Entgleisung geblüht hätte, wurde nun auf Wunsch der Zuseherin gespendet, wie auch Krygios erklärte: "Als Wiedergutmachung habe ich 20.000 Pfund an das Great Ormond Street Hospital gespendet, eine von Frau Palus ausgewählte Wohltätigkeitsorganisation", so der 27-Jährige. Der das Thema nun gerne als erledigt betrachten möchte. "Ich werde mich zu dieser Angelegenheit nicht mehr äußern."
