Novak Djokovic über seinen Karriereweg: "Ich bereue nichts"
Novak Djokovic hat bereits eine lange und erfolgreiche Karriere hinter sich. In einer Dokumentation blickt der 24-fache Grand-Slam-Champions nun auf seinen Weg zurück. Und erkennt keine großen Fehlentscheidungen.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
21.08.2026, 01:34 Uhr

Wie lange Novak Djokovic noch aktiv auf der ATP Tour unterwegs sein wird, das ist eines der großen Rätsel der Saison. Der Serbe hat bis heute keine konkrete Information über einen Rücktritt öffentlich verbreitet. Zu Beginn des Jahres äußerte der langjährige Weltranglistenerste den Wunsch, dass die Olympischen Spiele in Los Angeles in zwei Jahren ein Ziel sind. So schnell wird der “Djoker” also nicht die Füße hochlegen.
In seiner Laufbahn, die nun schon über zwei Dekaden andauert, hat Novak Djokovic nichts auszusetzen, wie der 39-Jährige in einer neu veröffentlichten Dokumentation verrät: “Ich bereue nichts”. Der Weltstar bezieht diesen Satz nicht nur auf seine Tennis-Laufbahn, sondern auch auf die privaten Dinge, die in den letzten Jahrzehnten passierten, auch wenn dabei nicht immer alles perfekt lief: “Es waren sicherlich nicht immer die weisesten Entscheidungen, aber alle haben meinen Charakter und die Person geprägt, die ich heute bin.”
Nadal, Federer und Becker sind prägende Figuren
Novak Djokovic hatte in seiner Karriere verschiedene Phasen durchlebt. Eine prägende Zeit waren die Jahre mit Boris Becker im Team, wie der Serbe zuletzt verriet und den ehemaligen deutschen Wimbledon-Sieger bis heute als einen “Teil seiner Familie” ansieht. Doch auch Vorfälle, wie das Einreiseverbot in Australien auf Grund einer fehlenden Impfung oder Experimente in eher esoterischen Sphären, gehören zum Karriereweg und sorgten für Misstimmung in der Tennisszene und bei den Fans.
“Ich würde nichts verändern. Ich habe stets versucht das Beste für mich und andere zu tun, das habe ich in den Momenten auch gemacht”, gibt Novak Djokovic zu Protokoll, der früher oftmals unter der unbändigen Liebe für seine Dauer-Kontrahenten Rafael Nadal und Roger Federer litt. Djokovic, der an der Rivalität zu Nadal und Federer wuchs und sein Spiel verbesserte, eckte oftmals an und machte auch bei unangenehmen Themen den Mund auf.
Der Glaube an den 25. Grand-Slam-Titel als Triebfeder
Neben dem Plan Olympia 2028 gibt es für Novak Djokovic natürlich ein übergeordnetes Ziel. Der 25- Grand-Slam-Titel soll es vor der Tennisrente bitte noch werden. Die Herausforderung zwischen Jannik Sinner, Carlos Alcaraz oder auch Alexander Zverev ist groß. Djokovic versucht mit langen Turnierpausen seinen Körper wettbewerbsfähig zu halten. Trotzdem waren die körperlichen Probleme in Cincinnati zuletzt deutlich sichtbar. Auch Novak Djokovic, der sich im Match gegen Thiago Augustin Tirante übergeben musste, kann das Alter nicht verstecken.
Djokovic berichtete sogar von einer “gesundheitlichen” Beeinträchtigung", die den ehemaligen Branchenprimus “schon seit ein paar Jahren belastet”. Trotzdem erwies sich der “Djoker” in diesem Jahr als kompetitiv gegen die Topstars. Bei den Australien Open gelang im Halbfinale ein sensationeller Fünf-Satz-Erfolg gegen Jannik Sinner. Carlos Alcaraz musste anschließend über vier Sätze gehen, um den Titel in Melbourne zu holen. An diese Matches wird sich Novak Djokovic erinnern, wenn bei den US Open die nächste Chance wartet.
