Österreich bei den Davis-Cup-Finals! Dennis Novak schlägt Pablo Cuevas in drei Sätzen

Österreich darf die Koffer für die Davis-Cup-Finals in Madrid packen: Dennis Novak besiegte im Duell der Einser Pablo Cuevas mit 2:6, 6:3 und 6:4 (Nachzulesen in unserem Liveticker) und fixierte damit den Sieg im Länderkampf mit Uruguay

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 08.03.2020, 14:09 Uhr

Dennis Novak schlägt Pablo Cuevas. Österreich für Davis-Cup-Finals qualifiziert.
Dennis Novak schlägt Pablo Cuevas. Österreich für Davis-Cup-Finals qualifiziert.

Im ersten Einzel am Samstag hatte Dennis Novak also die Chance, das Davis-Cup-Duell zwischen Österreich und Uruguay zu Gunsten der Hausherren zu entscheiden. Nachdem Oliver Marach und Jürgen Melzer das so wichtige Doppel gegen Ariel Behar und Pablo Cuevas drehen konnten, stand es vor dem Duell der "Einser" 2:1 für Österreich. Bereits am Freitag zeigte Novak eine ganz passable Leistung und ließ dem kleineren der beiden Cuevas-Brüder, Martin Cuevas, nicht den Hauch einer Chance. Deutlich mehr kämpfen musste sein Gegner für dieses Einzel, Pablo Cuevas: Der Routinier musste gegen Jurij Rodionov über die volle Distanz, setzte sich schlussendlich knapp aber doch mit 7:6 (5) im Entscheidungssatz durch. 

Einmal gab es dieses Duell bereits, auch das erste Aufeinandertreffen von Novak und Cuevas fand auf österreichischem Boden statt. Beim ATP-250-Event in Kitzbühel nämlich, als sich Cuevas im Achtelfinale in zwei Sätzen durchsetzen konnte. Dieses Match wird Dennis Novak wohl eine Zeit in schmerzlicher Erinnerung gewesen sein, musste er doch nach gewonnenem ersten Satz recht chancenlos mitansehen, wie Pablo Cuevas diese Partie drehte. Nun sind es aber ganz andere Voraussetzungen, das Spiel findet auf Hardcourt statt, was dem Österreicher grundsätzlich eher in die Karten spielt. Außerdem darf Dennis Novak auf ein bis dato sehr erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken, der Niederösterreicher konnte sich erstmals in die Top-100 der Weltrangliste spielen. 

Cuevas mit gutem Start

Nichtsdestotrotz geht Pablo Cuevas als leichter Favorit in diese Partie, präsentierte er sich doch sowohl in seinem Einzel als auch im Doppel in guter Verfassung. Diesen Schwung konnte der Mann aus Uruguay auch in die Partie gegen Dennis Novak mitnehmen. Nach souveränen Aufschlagspielen beider Spieler war es der 34-Jährige, dem das erste Break dieser Partie gelingen sollte. Der Österreicher hatte postwendend die Chance, ein Rebreak zu machen, Cuevas konnte dies aber per Ass vereiteln. Wenige Momente später wurde es dann noch bitterer für den 26-jährigen Niederösterreicher: Cuevas nahm Novak erneut den Aufschlag ab und ging mit Doppelbreak voran. Nach gerade einmal 25 Minuten konnte der Südamerikaner Satz eins ausservieren. 

Zu viele Fehler waren dem Österreicher im ersten Satz unterlaufen, zurückzuführen auf das hohe Tempo, das Novak von der Grundlinie gehen wollte. 17 Fehler ohne Not in Durchgang eins waren schlichtweg zu viele. An seiner Taktik änderte Novak im zweiten Satz aber nichts, wohl aber am Erfolg, den er damit hatte. Der Österreicher agierte bei eigenem Aufschlag unantastbar und schaffte gleich im zweiten Spiel das vorentscheidende Break. Mit 6:3 ging Durchgang zwei an den 26-Jährigen. 

Novak mit längerem Atem

Wie schon bei seinen zwei bisherigen Auftritten in Premstätten musste Pablo Cuevas also in einen entscheidenden dritten Satz. Auch hier erwischte der Hausherr den besseren Start, nahm Cuevas sein Service zum 1:0 ab - die Davis-Cup-Arena in Premstätten stand Kopf. Beim Stand von 4:2 hatte Novak dann die Entscheidung am Schläger, fand bei Aufschlag Cuevas drei Breakbälle vor. Der Mann aus Uruguay konnte diese aber allesamt abwehren und hielt sich so in diesem Spiel. Doch Novak blieb bei eigenem Aufschlag unantastbar und servierte nach knapp zwei Stunden mit 6:4 aus. 

"Es ist schwer. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich kann nicht viel sagen, es tut mir leid. Danke an jeden einzelnen in der Halle, es war unglaublich", sagte ein sichtlich gerührter Dennis Novak direkt nach seinem Sieg. Der Niederösterreicher hat dem großen Druck standgehalten und vor allem in Satz zwei und drei eine ausgesprochen starke Leistung abgeliefert. Damit darf Österreich also für die Davis-Cup-Finals von 23. bis 29. November in Madrid planen. Nächsten Donnerstag findet in London die Auslosung statt. Dank des Siegs von Novak wird auch der Name "Österreich" in einer der Kugeln sein, die kommende Woche in Großbrittanien gezogen werden. 

Das Spiel gibt es in unserem Liveticker nachzulesen!

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von Michael Rothschädl

Samstag
07.03.2020, 17:44 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.03.2020, 14:09 Uhr

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