tennisnet.com ATP › Grand Slam › US Open

Plötzlich nervös auf der großen Bühne: Wie weit ist Alcaraz?

Titelverteidiger Carlos Alcaraz ist zurück auf der Grand-Slam-Bühne. Der Zweifel aber steht bei den US Open zunächst mit auf dem Court.

von SID
zuletzt bearbeitet: 30.08.2026, 12:18 Uhr

© Getty Images

Viereinhalb Monate ohne Matchpraxis, Hunderte quälende Stunden in der Reha und jede Menge Sorgen um die langfristige Gesundheit des geschundenen Handgelenks: Selbst beim sonst stets abgezockten Carlos Alcaraz hinterlässt eine solche Leidenszeit Spuren. "Ich muss meinen Leuten vertrauen, die mir sagen, dass alles gut wird", erklärte der Titelverteidiger vor dem Start des letzten Grand Slams des Jahres in New York - und offenbarte ungewohnte Nervosität.

Bei seinem mit Spannung erwarteten Auftaktmatch am Montagabend (MESZ) gegen Roman Safiullin müsse er nun "einfach 100 Prozent geben und versuchen, mich von dieser Angst fernzuhalten", sagte Alcaraz: "Ich muss wieder ein Gefühl für den Wettkampf bekommen." Im Mixed-Wettbewerb stand Alcaraz erstmals seit dem 14. April bereits wieder auf dem Court - an der Seite von Serena Williams. Ohne großen Erfolg, aber auch ohne sichtbare physische Einschränkungen. Nun jedoch kommt es gegen den Russen zur ersten "echten Bewährungsprobe".

Zuvor hatte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger aufgrund seiner Handgelenksverletzung unter anderem die French Open und Wimbledon verpasst. Weshalb er beim am Sonntag gestarteten Einzel in Flushing Meadows hinter Alexander Zverev nur an Position zwei gesetzt ist. Trotz des Ausfalls seines großen Rivalen Jannik Sinner.

Doch ungeachtet aller Nervosität: Die jüngsten Eindrücke stimmen Alcaraz positiv. "Ich fühle mich großartig, es hat mir sehr geholfen, zu wissen, dass alles nur in meinem Kopf ist" sagte der 23-Jährige, der auf der Anlage in Flushing Meadows dieser Tage jede Menge guter Laune verbreitet. Mit seiner neuen, ungewohnt langen Haarpracht präsentierte sich Alcaraz den Fans ausgiebig auf dem öffentlichen Trainingsplatz.

Geht es nach Alexander Zverev, sollte die Konkurrenz ohnehin lieber keine Schwäche von Alcaraz erwarten. "Im ersten oder zweiten Match könnte er noch etwas angerostet sein. Aber sobald er da durch ist, wird er sicherlich hier ein Titelanwärter sein", sagte der French-Open-Sieger vor dem Turnierstart in New York.

"Carlos wird auf dem gleichen, wenn nicht auf einem besseren physischen Level als vorher sein", mutmaßte Zverev: "Denn er hat in den vergangenen Monaten sehr viel an seiner Physis arbeiten können." Es klang wie eine Warnung. An die Konkurrenz - und an sich selbst.

Hier das Einzel-Tableau aus New York

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Zverev Alexander
Sinner Jannik
Alcaraz Carlos
Safiullin Roman
Williams Serena

von SID

Sonntag
30.08.2026, 18:28 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.08.2026, 12:18 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Zverev Alexander
Sinner Jannik
Alcaraz Carlos
Safiullin Roman
Williams Serena