Porsche Tennis Grand Prix: Was macht eigentlich Tracy Austin?

Der Porsche Tennis Grand Prix kannte in den ersten vier Jahren seines Bestehens nur eine einzige Siegerin im Einzel: Tracy Austin. Die US-Amerikanerin ist der Marke ihrer Siegerautos treu geblieben.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 25.04.2020, 08:03 Uhr

"Wir sind eine Porsche-Familie" - Tracy Austin
© Porsche
"Wir sind eine Porsche-Familie" - Tracy Austin

Als die 15-jährige US-Amerikanerin Cori Gauff im vergangenen Herbst in Linz ihr erstaunliches erstes Jahr auf der WTA-Tour mit ihrem Premieren-Titel krönte, war wieder einmal vom Erfolg eines „Wunderkindes“ die Rede. Tatsächlich aber steckt im Fall von Gauff aber jahrelange akribische Trainingsarbeit hinter den frühen Erfolgen, unterstützt von einem professionellen Management und Möglichkeiten, an Orten wie der Akademie von Patrick Mouratoglou zu trainieren.

Als die damals 15-jährige US-Amerikanerin Tracy Austin dagegen im Jahr 1978 den ersten Porsche Tennis Grand Prix überhaupt gewann, da durfte man das Wort „Wunderkind“ schon eher in den Mund nehmen. Zumal von langfristiger Karriere-Planung keine Rede sein konnte. Erst wenige Tage vor Beginn des Events hatte sich Austin überhaupt entschlossen, Tennisprofi zu werden. „Das Turnier in Filderstadt war der perfekte Start für mich“, sagte sie 2018 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums ihres Triumphes rückblickend.

Jüngste US-Open-Siegerin

Erste Finalgegnerin war Betty Stöve, 1979 gewann Austin dann wie auch zwei Jahre später gegen die große Martina Navratilova. Da hatte die heute 57-Jährige bereits die Spitze der WTA-Weltrangliste erklommen, bei den US Open 1979 ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt - mit noch nicht einmal 17 Jahren. Bis heute ist Tracy Austin damit die jüngste Siegerin der US Open. Ein weiterer Erfolg sollte 1981 folgen, danach allerdings nahm die Karriere aufgrund von Verletzungen ein jähes Ende.

Keine Chance für die große Martina Navratilova 1978
© Porsche
Keine Chance für die große Martina Navratilova 1978

„Ich war die Erste, die in so jungen Jahren so viel Erfolg hatte. Es gab keine Vorbilder. Ich war auf mich allein gestellt, wenn es darum ging, die richtigen Entscheidungen zu treffen“, erklärte Austin also - kein Vergleich mit dem Team, das eine Spielerin wie Cori Gauff schon in jungen Jahren um sich versammelt hat.

Austin fährt immer noch Porsche

„Die großen Karrieren beginnen später, aber sie sind auch dauerhafter, weil Sportler heute mehr auf sich und ihren Körper achten als früher. Wir hatten keine Entourage von Experten und Beratern – Tennis bedeutete für mich damals, dass ich mich selbst coachen musste.“ Das aktuelle Profitennis bei den Frauen verlange eine deutlich höhere Betonung der körperlichen Komponente als zu ihrer Zeit, so Austin. Teenager täten sich dabei schwer. Auch wenn mit Bianca Andreescu, Sofia Kenin und Naomi Osaka in den vergangenen Jahren Grand-Slam-Turniere gewonnen haben.

Tracy Austin lebt heute mit ihrer Familie in Kalifornien und ist ihrem Siegerauto treu geblieben. Das heißt: der Marke. „Wir sind eine Porsche-Familie, wir alle lieben diese Autos“, sagt Austin, die als Expertin noch für verschiedene TV-Stationen arbeitet.

Tracy Austin vor ihrem Porsche 911 GT3 RS
© Porsche
Tracy Austin vor ihrem Porsche 911 GT3 RS

 

 

 

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zuletzt bearbeitet: 25.04.2020, 08:03 Uhr