Reilly Opelka mit Rundumschlag gegen Tennis-Journalisten und Mixed-Doppel

Reilly Opelka holte in einem Interview mit "Inside Tennis" zum Rundumschlag gegen Tennis-Journalisten und das Mixed-Doppel aus.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 11.10.2021, 05:32 Uhr

Reilly Opelka hat in der Tennis-Landschaft einiges zu kritisieren
© Getty Images
Reilly Opelka hat in der Tennis-Landschaft einiges zu kritisieren

Reilly Opelka ist ein Mann der klaren Worte. Doch so klar wie im jüngsten Interview mit "Inside Tennis" waren wohl selbst die Worte des 24-Jährigen noch nie. Da wäre zu einem der Themenkomplex "Tennis-Journalismus", dem sich der US-Amerikaner äußerst kritisch annahm. "Diese Leute sind schrecklich - es gibt einige schlechte Journalisten. Es gibt welche, die nur kritisieren. Sie suchen nur das Negative raus. [Das sind] Leute, die nichts über Tennis wissen. Ich denke, wir haben die schlechtesten Medien von allen Sportarten, ganz offen gesagt", meinte der Weltranglisten-20.

Worauf Opelka seine Aussage stützt? In erster Linie auf die Erfahrungen bei zwei ATP-Masters-1000-Turnieren in diesem Jahr: "Ich stehe im Finale von Toronto und die Jungs fragen mich: "Was ist mit dem amerikanischen Tennis los? Warum gibt es keine amerikanischen Spieler unter den Top 30?" Das Gleiche in Rom: Ich stehe im Halbfinale und sie finden das Negative. Ich bin 23 Jahre alt und spiele gegen Rafa. Die Dinge sind ganz in Ordnung. Ich stehe im Finale von Toronto und wir reden darüber, dass Amerikaner keine Grand Slams gewinnen?" Auch die ständige Kritik an der langjährigen Nummer eins des Landes, John Isner, könne er nicht nachvollziehen.

Zwar schränkte Opelka ein, dass es mit Sicherheit auch gute Tennis-Journalisten gebe, allerdings habe er noch mit keinem gesprochen. Letztlich kam der US-Amerikaner, dessen Traum der Gewinn eines Major-Turniers ist, dann doch wieder auf seine ursprüngliche These zurück: "Die Medien sind furchtbar in unserem Sport. Sie halten unseren Sport zurück, das ist wirklich so."

Opelka über Indian Wells: "Ich hasse es"

Zum anderen gab es auch noch das Mixed-Doppel, an dem sich Opelka abarbeitete. "Wir haben einen Journalisten, der sagt: "Gemischtes Doppel gibt es dieses Jahr bei den French Open nicht. Das ist es, was einen Grand Slam zu einem Grand Slam macht." Wie, wirklich? Soll das ein Scherz sein? Es sollte gar kein Mixed-Doppel geben. Sie sollten es komplett abschaffen. Damit verkauft man keine Karten. Keiner interessiert sich dafür, keiner schaut zu oder will es sehen. Schafft es einfach ab und steckt das ganze Geld in die Qualifikation der Frauen und Männer. Kümmert euch um eure Leute, die tatsächlich das Potential haben, Tickets zu verkaufen. Das schockiert mich einfach."

Schockiert zeigte sich Opelka auch davon, dass er beim derzeit stattfindenden ATP-Masters-1000-Event in Indian Wells derart vielen Sponsorenverpflichtungen nachkommen müsse. "Tennis ist zweitrangig. Ich hasse es", meinte der 24-Jährige. Seine erste Aufgabe in der kalifornischen Wüste erledigte der an Position 15 gesetzte US-Amerikaner mit einem Zwei-Satz-Erfolges über Taro Daniel souverän - am Montag trifft Opelka auf Grigor Dimitrov.

Hier das Einzel-Tableau in Indian Wells

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von Nikolaus Fink

Montag
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