Reilly Opelka - „John McEnroe ist ein Genie, ein Rockstar!“

Reilly Opelka hat in einem ausführlichen Interview mit dem Portal „Inside Tennis“ zu vielen Fragen Stellung bezogen. Auch zu seinem Laver-Cup-Kapitän John McEnroe.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 06.10.2021, 14:04 Uhr

John McEnroe und Reilly Opelka teilen die Leidenschaft für die bildenden Künste
© Getty Images
John McEnroe und Reilly Opelka teilen die Leidenschaft für die bildenden Künste

Reilly Opelka hat in der aktuellen Saison das Endspiel des ATP-Masters-1000-Turniers in Toronto erreicht (Niederlage gegen Daniil Medvedev), in Rom stand der großgewachsene US-Amerikaner im Halbfinale, wo er gegen Rafael Nadal verlor. Die aktuelle ATP-Weltrangliste weist Opelka als Nummer 20 aus, damit ist er der beste Spieler seines Landes. Zuletzt war der 24-Jährige aus dem Bundesstaat Michigan beim Laver Cup in Boston im Einsatz, verlor dort sein Auftaktmatch gegen Casper Ruud.

Abseits des Courts zeigt sich Opelka aber auch als Freund der bildenden Künste. So wie sein Laver-Cup-Kapitän John McEnroe. Von dem Opelka in einem ausführlichen Interview mit dem Portal „Inside Tennis“ schwärmt.

"Ich bin immer gut mit Typen wie McEnroe ausgekommen, weil es unmöglich ist, mit ihnen Probleme zu haben. McEnroe sagt einem immer alles, was er gerade fühlt. Er ist immer ehrlich und sagt mir, was Sache ist. Dazu kommt, dass es nicht viele Leute gibt, die vier Gemälde von Philip Guston, Basquiat, Picasso und Warhol haben, und die in den 70er- und 80er-Rock-n-Roll-Jahren des Tennissports gelebt haben. Die Leute glauben, dass McEnroe verrückt sei, ein hitzköpfiger New Yorker. Aber er war unglaublich optimistisch während des Laver Cups. Er wird missverstanden. Er ist ein Genie. Er ist brillant und kultiviert. Er ist ein Rockstar."

Keine Vergleiche mit Agassi und Sampras, bitte

Weit weniger euphorisch zeigt sich Opelka in Hinblick auf die Reporter, die den Tenniszirkus begleiten. Vor allem seine amerikanischen Landsleute. "Diese Jungs sind fürchterlich - es gibt ein paar schlechte Journalisten. Einige kritisieren einfach die ganze Zeit. Sie sind ständig am Kritisieren - und wissen nichts über den Tennissport. Ich glaube, wir haben die schlechtesten Presseleute im Sport überhaupt. Genießt, was wir haben - die Jungs, die jetzt spielen. Warum wedren wir so hart kritisiert? Vergleicht uns nicht mit Sampras und Agassi. Genießt uns einfach, unterstützt uns. Denn Ihr wisst genau gar nichts über mich."

Was möglicherweise auch damit zusammenhängt, dass Tennis in den USA nicht dieselbe Popularität genießt wie in manchen Ländern Europas. "Wir sind nur ganz wenige Spieler. In Europa ist es enwteder Fußball oder Tennis. In den USA ist es Football, Baseball oder Basketball. Fußball ist größer als Tennis in den USA, Lacrosse ebenfalls. Die besten Athleten der Welt sind Amerikaner. Aber die spielen nur Basketball und Football. Und warum auch nicht? Ich wünschte, ich spielte Basketball. Ich glaube, ich bin ein großartiger Athlet, ich bewege meinen Körper gut für meine Größe.  Wenn ich ein Basketballspieler wäre, einer der besten 20 NBA-Spieler, würde ich 28 Millionen US Dollar pro Jahr verdienen. Aber ganz im Gegenteil: Ich arbeite hart, reise um die Welt und verdiene viel weniger. Wenn man der achtbeste Mann bei den Chicago Bulls ist, verdient man mehr als die Nummer acht im Tennis."

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06.10.2021, 16:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.10.2021, 14:04 Uhr