Roger Federer: Comeback in Doha, Auftritte auf Sand sind geplant

Roger Federer wird sein lang ersehntes Comeback beim ATP-Turnier in Doha (8. bis 13. März 2021) geben. Das gab Federer in einem Radio-Interview mit dem SRF bekannt.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 02.02.2021, 08:39 Uhr

Roland Garros steht auch 2020 auf dem Plan von Roger Federer
© Getty Images
Roger Federer

"Ich werde es in Doha versuchen", so Federer. Er habe sich lange überlegt, wo und wann er zurückkehre, "Australien war leider ein Spürchen zu früh."

Er wolle sein Comeback nun bewusst bei einem kleineren Turnier geben, "nicht im größten Fokus", so der 20-fache Grand-Slam-Champ. In einem vermutlich (recht) leeren Stadion zu spielen werde "eine Riesen-Erfahrung für mich. Ich freue mich riesig, das nun bekanntzugeben."/

An Doha hat Federer durchaus gute Erinnerungen: Drei Mal siegte er dort, zuletzt 2011.

Ob direkt im Anschluss noch ein Turnier folgt, werde von Doha abhängen, so Federer, "ansonsten gehe ich zurück in den Kondi-Block, dann noch mal einen Tennis-Block."

Federer auf Sand?

Auch auf Sand werde er es versuchen, "höchstwahrscheinlich", so Federer. 2017 - bei seinem Comeback nach der Knie-OP im Jahr zuvor - hatte er die Sandplatzsaison sausen lassen, nach den guten Erfahrungen (Sieg bei den Australian Open, Indian Wells, Miami, Wimbledon) ebenso 2018. 2019 dann war Federer wieder auf Sand im Einsatz und hatte es bis ins Halbfinale von Roland Garros geschafft.

Alles, aber so schränkte er ein, "im Hinblick auf Halle, Wimbledon, Olympia, die US Open, dort ist dann der wirkliche Startschuss." Am Anfang gehe es darum zu schauen, wie es sei, wieder ein Turnier zuspielen. "Wie reagiert der Körper. Und auch einfach mal wieder weg vom Trainingsplatz, wieder ins Geschehen eingreifen, das ist für mich etwas Spezielles nach so einem langen Jahr."

Federer und sein Comeback: "Spiele für mein Leben gerne Tennis"

Federer ist aktuell tatsächlich seit fast exakt einem Jahr ohne Turnierauftritt, zuletzt hatte er im Halbfinale der Australian Open 2020 gespielt und kurz darauf seine erste von letztlich zwei Operationen am rechten Knie bekannt gegeben.

Sein größter Antrieb, ein Comeback zu wagen? "Ich spiele für mein Leben gerne Tennis", erklärte Federer. "Und ich würde gerne noch mal große Siege feiern, dafür bin ich bereit, einen langen, harten Weg zu gehen."

Wobei Federer, bekannt als "Mister-Glas-halb-voll", auch dem vergangenen Jahr das Positive abgewinnen kann, "es war total entspannt für mich, ohne zu reisen. Wir mussten natürlich auch daheim bleiben aufgrund der Pandemie, aber ich hoffe, in diesem Jahr läuft es alles besser." Aktuell müsse man ja - wie alle anderen - von Tag zu Tag schauen.

Federer: "Fühle mich erstmals wieder stark genug für ein Turnier"

Wo er aktuell steht? "Noch nicht bei 100 Prozent, aber fast." Er spiele Sätze im Training, fühle sich stark, besser als noch im November, Dezember, "wo noch viele Unsicherheiten da waren. Die letzten sechs Monate habe ich keine Rückschritte erlebt, es ist Schritt für Schritt immer vorwärts gegangen. Das ist sehr sehr positiv zu werten."

Er habe immer wieder sein Knie am Limit bewegt, "jetzt fühle ich mich erstmals wieder so stark, um an einem Turnier teilzunehmen." Das sei in Sachen Stress, Adrenalin und Co. immer etwas anderes, "das sind andere Welten als das Training. Obwohl ich da auch immer alles gebe. Aber es ist nicht das Gleiche."

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von Florian Goosmann

Dienstag
02.02.2021, 08:38 Uhr
zuletzt bearbeitet: 02.02.2021, 08:39 Uhr

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