Roger Federer: Seine Kids haben's nicht so mit Tennis

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder von Roger Federer mal in Wimbledon auftrumpfen, ist nicht sehr hoch.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 30.07.2020, 17:34 Uhr

© Getty Images

Denn die Federer-Kids und das Tennis: Es ist keine Leidenschaft von Geburt an. Das erklärte Federer kürzlich in einem Promovideo für einen Werbepartner.

Federer-Fans durften dem Maestro hierbei Fragen stellen, so auch Lorenzo, frisch gebackener Daddy aus Virginia/USA und ehemals aus Basel. Wie er es denn Tennis seiner einjährigen Tochter schmackhaft machen, sie ans Spiel heranführen könne..?/

Federer atmete erst mal tief durch. Und erklärte: "Ich habe mit meinen Kinder etwas gestrauchelt in dieser Beziehung", antwortete Federer und grinste. "Ich habe Tennis in meinem Haushalt promotet, mit Spielen gegen Rafa, Novak und so weiter. Aber es ist ihnen egal."

Federer: "Wollte nicht der Einzige sein, dessen Kinder kein Tennis spielen"

Er habe versucht, ihnen einen Schläger in die Hand zu drücken, einen Ball in die andere, um zu schauen, was passiert. Generell erkenne man schnell, welche Kinder lieber einen Ball in der Hand hielten oder lieber laufen gingen.

Immerhin: "Alle meine vier Kids spielen Tennis", so Federer - der unterschwellig einen weiteren Grund hierfür angab, nämlich die Kollegen auf der Tour. "Ich wollte nicht der einzige Typ sein, dessen Kinder kein Tennis spielen. Speziell nicht mit meinem Hintergrund und dem meiner Frau." Zur Erinnerung: Federer hat im Laufe seiner Karriere 20 Grand-Slam-Turniere gewonnen. Aber auch Gattin Mirka hatte es Anfang der 2000er-Jahre als Profispielerin versucht und die Top 100 geknackt, musste dann jedoch frühzeitig wegen einer Fußverletzung vom Profi-Weg abrücken.

Bloß kein verrückter Tennis-Vater werden!

Letztlich ginge es darum, so Federer bezüglich der Kids, es immer wieder mal zu versuchen. Vielleicht zu Beginn auch mit einer kleinen Bestechung - "wenn du das gut machst, kriegst du was Süßes."

Und etwas ernster: "Einfach weiter versuchen, aber ja kein verrückter Dad werden! Vertraue den Coaches, schau, dass es ihnen Spaß macht, vor allem wenn sie jung sind. Und wenn sie älter werden, vielleicht acht Jahre, damals hatte ich mit Turnieren angefangen, kann man etwas ernster rangehen. Oder auch erst mit zwölf. Aber am Anfang geht es darum, Spaß zu haben."

Roger und Mirka Federer haben zwei Zwillingspärchen, Myla Rose und Charlene (11 Jahre) sowie Lenny und Leo (6 Jahre). 

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von Florian Goosmann

Donnerstag
30.07.2020, 15:46 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.07.2020, 17:34 Uhr

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