Rom: Novak Djokovic kämpft Casper Ruud nieder

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat das Finale des Masters-Turniers in Rom erreicht.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 20.09.2020, 17:33 Uhr

Novak Djokovic
© Getty Images
Novak Djokovic

Djokovic gewann mit 7:5 und 6:3, musste aber in dem 2 Stunden und 11 Minuten dauernden Match alles auspacken. Vor allem Kampfgeist und Nervenstärke./

Ruud war früh mit Break in Führung gegangen, spielte groß auf und hatte beim 5:4 folgerichtig zwei Satzbälle. Aber Djokovic packte alles aus, wehrte insbesondere Satzball Nummer zwei mit einem wundervollen Stoppball ab. Ruud hingegen steckte nicht auf, erspielte sich im folgenden Aufschlagspiel des "Djokers" erneut zwei Breakchancen, aber der 17-fache Major-Champ parierte. Und holte sich im Anschluss den Satz.

Auch Durchgang zwei ging umkämpft los, zunächst musste Ruud um seinen Aufschlag bangen (und eine Breakchance abwehren), danach war es Djokovic (der drei Breakchancen des Norwegers zunichte machte). Das entscheidende Break gelang Djokovic dann zum 4:2 zu Null.

Djokovic und das Hawk-Eye auf Sand

Verrückt: Sowohl zum Ende von Satz eins als auch zwei Mal zu Beginn des zweiten Durchgangs lag Djokovic mit dem Schiedsrichter der Partie im Clinch, als er jeweils einen Ball von Ruud im Aus gesehen haben wollte, jedoch stets das Nachsehen in der Diskussion hatte. Das Hawk-Eye, nicht offiziell, sondern nur fürs TV im Einsatz, bestätigte Djokovic in allen drei Fällen.

Was freilich keine Auswirkung auf das Match hatte, aber wieder mal die Frage aufwerfen könnte, ob ein Hawk-Eye auch auf Sand sinnvoll wäre. Gegner des Hawk-Eyes auf Sand bringen hierbei stets die minimale Mess-Ungenauigkeit vor, die Befürworter die unterschiedliche Auslegung von engen Abdrücken, je nach Schiedsrichter.

Djokovic nervenstark wie immer

Entscheidend für Djokovics Sieg war letztlich die Ausbeute an Breakchancen. Ruud nutzte nur eine von acht Möglichkeiten, Djokovic drei von neun. Wobei "nutzen" relativ zu benutzen ist: Denn Djokovic zeigte sich wieder mal nervenstark und servierte in kritischen Momenten oft einwandfrei.

Was er zu Ruuds Auftritt und seinem extremen Spin sage, den er an den Tag lege, wurde Djokovic im Anschluss an seinen Sieg gefragt. "Er trainiert in Nadals Academy, die Muster sind also ähnlich", sagte er grinsend.

Djokovic wartet nun auf den Sieger der Partie zwischen Denis Shapovalov und Nadal-Bezwinger Diego Schwartzman (ab 19 Uhr). Djokovic würde bei einem Sieg seinen 36 Masters-Titel holen und damit an Nadal vorbeiziehen.

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Sonntag
20.09.2020, 17:03 Uhr
zuletzt bearbeitet: 20.09.2020, 17:33 Uhr

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