Rückschlag für Carlos Alcaraz: Zeitplan wackelt, Wimbledon in Gefahr
Die Handgelenksverletzung von Carlos Alcaraz wird zur Gefahr für die gesamte Saison. Nach den Absagen für Madrid, Rom und Paris ist nun sogar der Start auf Rasen fraglich.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
30.04.2026, 11:49 Uhr

Was zunächst wie eine vorsorgliche Pause aussah, hat sich als deutlich gravierendere Maßnahme herausgestellt. Mittlerweile wissen wir, dass Carlos Alcaraz bis inklusive der French Open ausfällt. Angeblich liegt der Fokus ausschließlich auf der Heilung des rechten Handgelenks. Einen konkreten Zeitplan hat das Team Alcaraz verworfen, um Folgeschäden zu vermeiden.
Maximale Geduld nötig
Ex-Profi und Freund Alex Corretja warnt vor zu viel Optimismus. Gerade bei Sehnenverletzungen im Handgelenk sei höchste Vorsicht geboten. Seiner diese Woche in Madrid getätigten Einschätzung zufolge sei selbst ein Einstieg in die Rasensaison alles andere als sicher. Auf Rasen, wo flache und schnelle Schläge bevorzugt gespielt würden, könnte das Handgelenk nämlich zusätzlich belastet werden.
Komplexe Verletzung mit heikler Prognose
Auch Landsmann Feliciano Lopez kennt das Problem aus eigener Erfahrung: “Das Handgelenk zählt zu den kompliziertesten Bereichen im Tennis. Die vielen kleinen Knochen und Sehnen machen die Heilung unberechenbar. Heilt man aber nicht komplett aus und kehrt zu früh auf den Platz zurück, kann im Extremfall schon das Halten des Schlägers schmerzhaft werden.”
Beispiele aus der Vergangenheit
Zusätzliche Mahnungen kommen aus prominenter Richtung. Andy Roddick etwa verwies in seinem Podcast “Served” auf prominente Fälle wie Juan Martin del Potro oder Dominic Thiem, deren Karrieren durch Handgelenksprobleme massiv beeinträchtigt wurden. Aus seiner Sicht sei es daher absolut nachvollziehbar, sollte Alcaraz kurzfristig in den sauren Apfel beißen und die Saison 2026 vorläufig abschreiben, um seine langfristige Karriere nicht zu gefährden.
