Sorgen um Alcaraz: Wackeln jetzt sogar Rom und Paris?
Carlos Alcaraz verpasst das Masters in Madrid verletzungsbedingt. Turnierchef Feliciano Lopez schlägt Alarm und hält sogar einen Start in Rom oder Paris für kaum realistisch.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
20.04.2026, 19:18 Uhr

Für Carlos Alcaraz kam die Handgelenksverletzung in Barcelona zur Unzeit. Der Spanier musste bereits für diese Woche in Madrid absagen und verpasste damit sein Heimturnier. Besonders bitter: Madrid bildet neben den 1000ern in Monte Carlo und Rom traditionell das Herzstück des Frühjahrs. Wer dort fit ist, kann wertvolles Selbstvertrauen für Roland Garros tanken. Für Alcaraz steht heuer aber alles auf der Kippe.
Feliciano Lopez warnt
Entsprechend deutlich wurde nun Feliciano Lopez, Direktor des Madrid Masters. Der ehemalige Weltklassespieler kennt die Problematik aus eigener Erfahrung. Seine Einschätzung klingt alles andere als beruhigend, denn Verletzungen im Handgelenk seien oft tückischer als klassische muskuläre Beschwerden.
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Rom unmöglich, Paris unwahrscheinlich?
Dass Alcaraz noch rechtzeitig vor Rom fit wird, hält Lopez für so gut wie unmöglich. “Dafür ist die Zeit einfach zu knapp”, meint er. “Die vielen kleinen Knochen und Sehnen in der Hand sind extrem anfällig. Bei praktisch jedem Schlag sind sie einer großen Belastung ausgesetzt. Selbst leichte Entzündungen können dazu führen, dass Spieler die Kontrolle über den Schläger verlieren.” Man könne nur hoffen, dass Alcaraz zumindest bis Paris wieder annähernd beschwerdefrei werde.
Ranking-Drama gegen Sinner
Neben der gesundheitlichen Komponente droht Alcaraz auch sportlich ein Rückschlag. Im ATP-Ranking sitzt Jannik Sinner bereits an der Spitze und bekommt nun die Chance, seinen Vorsprung weiter auszubauen. Während Alcaraz in Madrid keine Punkte sammeln kann, würde jeder Sieg des Italieners den Abstand vergrößern. Danach warten Rom und Paris, wo Alcaraz jeweils als Titelverteidiger zusätzlich unter Druck steht – sofern er eben überhaupt antreten kann.
