Serena Williams wie Lindsey Vonn? Das einzig vorstellbare Comeback-Szenario

Die Wahrscheinlichkeit, dass Serena Williams noch einmal ein professionelles Tennismatch bestreitet, ist gering. Aber eben nicht gleich null.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 01.01.2026, 12:59 Uhr

Serena Williams im Sommer 2025
© Getty Images
Serena Williams im Sommer 2025

Wenn Serena Williams sich bei irgendjemand freiwillig in die zweite Reihe stellt, dann wohl nur bei Schwester Venus. Wie vor ein paar Tagen, als Serena eine der Brautjungfern für Venus gab. Sportlich haben die beiden im Doppel gemeinsam ja alles erreicht, im Einzel hat Serena mit 23:7 Siegen bei Grand-Slam-Events klar die Nase vorne. 

Und da wird sich auch nichts mehr tun. Oder doch?  

Der Umstand, dass sich Serena Williams vor ein paar Wochen wieder auf die Liste jener Athletinnen hat setzen lassen, die der nationalen Anti-Doping-Behörde über ihre Aufenthaltsorte Bescheid geben müssen, hat jedenfalls für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch wenn Serena sofort abgewunken hat. Aber warum würde sie sich der administrativen Mühe unterziehen, wenn nicht vielleicht doch der Gedanke an eine (limitierte) Rückkehr ins professionelle Tennis existieren würde? 

Serena im Mixed-Doppel in New York? 

Es ist ja nicht so, als gäbe es aktuell keine Präzedenzfälle. Lindsey Vonn hat in der vergangenen Saison mal angetestet, ob sie eventuell wieder in der Weltspitze mitfahren könnte. Und sich für gut genug befunden, im Sommer 2025 noch einmal einen Trainings-Gang höher zu schalten und mithilfe ihres Teams um die norwegische Legende Aksel-Lund Svindal nun ganz elegant die Speed-Wettbewerbe stets mit Aussichten auf den Sieg zu bestreiten. Und das in einer Sportart, die mit hohem Verletzungsrisiko verbunden ist. 

Andererseits: Käme Serena Williams im Einzel zurück, müsste sich sich ja auch mit direkten Gegnerinnen auseinandersetzen. Die deutlich jünger sind. Und die von Jahr zu Jahr schneller spielen.  

Vorstellbar ist wohl nur folgendes Szenario: Serena signalisiert, dass sie einem Comeback im Mixed-Doppel bei den US Open nicht abgeneigt wäre. Dann würde sich sicherlich ein kompetenter (und prominenter) Spielpartner finden - so denn auch 2026 im „neuen“ Format gespielt wird. Und wenn es denn gut läuft, dann gäbe es als zusätzliche Option ja auch noch das Frauendoppel. Da hat die große Schwester Venus vor ein paar Monaten an der Seite von Leylah Fernandez ja für großen Sport gesorgt.
 

von Jens Huiber

Donnerstag
01.01.2026, 17:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 01.01.2026, 12:59 Uhr