Shelton als US-Open-Champion? Da muss für Patrik Kühnen das Publikum helfen
Nach der Absage von Jannik Sinner könnte auch für Ben Shelton der Titel bei den US Open drinnen sein. Für Sky-Experte Patrik Kühnen muss dafür aber viel zusammen kommen.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
26.08.2026, 20:48 Uhr

Die US-amerikanischen Männer warten seit 2003 auf ein Championat bei Grand-Slam-Turnieren, damals konnte sich Andy Roddick der Titel bei den US Open sichern. Die jüngsten Ergebnisse der 1000er auf nordamerikanischen Hartplätzen legen nahe, dass diese Flaute in wenigen Tagen zu Ende gehen könnte: Schließlich hat Ben Shelton erneut das Masters in Kanada gewonnen, Frances Tiafoe erreichte in Cincinnati das Endspiel.
Am gewichtigsten jedoch wirkt der Umstand, das Jannik Sinner in diesem Jahr nicht in Flushing Meadows aufschlagen wird. Und dass Carlos Alcaraz nach seiner monatelangen Pause noch gar nicht wieder bei 100 Prozent Spielstärke sein kann.
Ist also Shelton der erste Kandidat für den lang ersehnten Triumph bei einem Major? Der charismatische Linkshänder hat in diesem Jahr ja auch schon in Stuttgart und in München reüssiert. Der dortige Turnierdirektor Patrik Kühnen wird die US Open als Sky-Experte begleiten - und traut Ben Shelton vieles zu.
Kühnen mag die offensive Spielanlage von Shelton
„Shelton ist ja noch kein fertiger Spieler“, führte Kühnen also in einer kleinen Presserunde aus. „Im Tennis ist es ja auch manchmal witzig: Ben hat die Woche bei uns in München gewonnen, dann war es ja ein bisschen durchwachsen, er fährt nach Kanada, hat letztes Jahr dort gewonnen, zack, verteidigt dort seinen Titel. Das kam ein bisschen aus dem Nichts. Aber man sieht, dass so ein junger Spieler, der nach vorne stürmt, auch so dermaßen offensiv spielt wie kaum ein anderer, sich auch in so einen Lauf reinspielen kann.“
Und mit Blick auf das letzte Major der Saison 2026 ist für Ben Shelton aus Sicht von Patrik Kühnen vieles möglich. „Ich würde auch da nichts ausschließen bei den US Open mit den Zuschauern, mit der Atmosphäre. Lass den mal ein heißes Nightmatch spielen gegen Djokovic und in den fünften Satz gehen. Da kann vieles passieren.“ Auch ein Ende der Flaute der US Boys.
