Sinner, Schwartzman, Shapovalov - wer pusht sich Richtung Turin?

Am kommenden Montag beginnen die US Open 2021. Es ist die letzte ganz große Chance, im Race to Turin richtig viele Punkte zu sammeln.

 

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 25.08.2021, 08:49 Uhr

Jannik Sinner muss für Turin noch Punkte sammeln
© Getty Images
Jannik Sinner muss für Turin noch Punkte sammeln

Mal angenommen, Holger Vitus Nodskov Rune würde ganz elegant die US Open 2021 gewinnen. Und Hubert Hurkacz verlöre in Runde eins. Dann würde Rune, der die US Open 2021 natürlich nicht gewinnen wird, im Race to Turin plötzlich auf Position neun liegen. Und damit einen Startplatz beim Saisonfinale sicher haben. Denn nach dem Saisonabbruch von Rafael Nadal reicht im Moment Platz neun in der Jahreswertung, um sicher in Turin dabei zu sein.

Nadal ist nicht der einzige Spieler, der sich in den vergangenen Jahren regelmäßig für den Saisonabschluss qualifiziert hat (auch wenn er nicht immer angetreten ist) und 2021 definitiv fehlen wird. Auch Dominic Thiem, 2019 und 2020 Finalist in London, wird in Turin fehlen. Und Roger Federer hat seine letzte Vorstellung bei den Finals wohl vor knapp zwei Jahren gegeben, wo er in der Vorschlussrunde gegen den späteren Champion Stefanos Tsitsipas ausschied.

Sinner mit Rückstand auf Hurkacz

Mit Casper Ruud und Hubert Hurkacz, der in diesem Jahr in Miami erstmals ein Turnier der ATP-Masters-1000-Kategorie gewonnen hat, befinden sich zwei Spieler in einer guten Position, die noch nie bei den Finals dabei waren. Erster Reservist wäre im Moment Jannik Sinner, der in seinem Heimatland aber natürlich lieber fix um den Titel mitspielen würde. Sinner fehlen im Moment knapp 400 Punkte auf Hurkacz, der Turniersieg in Washington hat den Südtiroler wieder zurück ins Geschäft gebracht.

Gar so viele Punkte sind allerdings nicht mehr zu holen, mit Ausnahme von drei Großveranstaltungen: Natürlich bei den am Montag beginnenden US Open, wo der Sieger 2.000 Zähler mit nach Hause nimmt. Darüber hinaus stehen noch zwei 1000er im Kalender, Indian Wells und Paris-Bercy. Schließlich wären auch noch die Erste Bank Open eine gute Adresse, um maximal 500 Punkte für die Jahreswertung abzugreifen.

Kandidat Cameron Norrie

Dass die genannten Veranstaltungen allesamt auf Hartplatz stattfinden, spielt Diego Schwartzman nicht in die Karten. Der Argentinier gab im vergangenen November in London sein Debüt, basierend auch auf der Halbfinal-Teilnahme in Roland Garros. Diese konnte Schwartzman in diesem Jahr nicht wiederholen, mit einem Platz bei den Finals wird es schon sehr eng. Was auch für die beiden Kanadier Denis Shapovalov und Félix Auger-Aliassime gilt, die noch immer nicht ganz den hohen Erwartungen gereicht werden, die sie seit Jahren begleiten.

Dann also vielleicht doch Aslan Karatsev? Wohl eher nicht. Der Halbfinalist der Australian Open ist merklich abgekühlt, die Ergebnisse der letzten Monate weisen nicht auf einen großen Saisonendspurt hin. Ein Mann aber könnte bei günstigen Turnierverläufen schon noch ein Wörtchen um einen Platz in Turin mitreden: Cameron Norrie. Der Brite spielt heimlich eine sehr starke Saison, liegt im Race auf Platz zwölf. Um aber wirklich unter die Top Acht der Jahreswertung zu kommen, müsste Norrie bei den US Open schon einen Sensationslauf hinlegen.

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25.08.2021, 13:50 Uhr
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