Stefanos Tsitsipas machte finanziellen Bogen um Südamerika

Bislang tauchte der Name von Stefanos Tsitsipas noch nicht bei den Turnieren des „Golden Swings“ in Südamerika auf. Wie der Grieche in einem Interview mit „Clay“ bekanntgab, lag dies auch am fehlenden Anreiz in Form von attraktiven Antrittsgeldern. Nach heftiger Kritik in den sozialen Netzwerken nutzte der 27-jährige einen Post auf Instagram, um seine Sicht der Dinge noch einmal klarzustellen.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 02.03.2026, 10:00 Uhr

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Nach Kritik an seinen Aussagen bzgl. der Antrittsgelder in Südamerika verdeutichte Stefanos Tsitsipas seinen Standpunkt in einem Instagram-Post.

Auch wenn die Persönlichkeit von Stefanos Tsitsipas in der öffentlichen Wahrnehmung durchaus polarisiert, ist der Grieche immer für klare und ehrliche Aussagen zu haben. So auch kürzlich im Interview mit dem Tennis-Portal „Clay“, als er darauf angesprochen wurde, warum er bislang noch nicht bei den Sandplatz-Turnieren in Südamerika angetreten sei, wo er doch seine größten Erfolge in Form dreier Masters-Titel auf der roten Asche einfahren konnte.

Ausschlaggebend für die Abwesenheit bei den Turnieren in Buenos Aires, Rio und Santiago war bislang auch der finanzielle Aspekt: „Südamerika hat mir nie einen guten Deal angeboten, um das ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Der mittlere Osten war da bislang in Sachen Antrittsgelder viel besser. Auch die Turniere in Europa haben gute finanzielle Angebote gemacht.“

Auf der anderen Seite bedauert es der ehemalige Weltranglisten-3., dass es mit einem Antreten dort noch nicht geklappt hat: „Es gibt diese Leidenschaft für Südamerika, die ich manchmal vernachlässige, aber wenn die finanzielle Kluft so groß ist, bleibt einem eigentlich keine andere Wahl, als sich für das zu entscheiden, was die Karriere fördert.“

Wie es bei offenen und klaren Aussagen oft ist, riefen auch diese in den sozialen Netzwerken große Diskussionen um die Thematik Antrittsgelder hervor, weshalb sich der auf Weltranglistenposition 43 zurückgefallene Tsitsipas zu einer Klarstellung in Form eines Instagram-Posts genötigt sah.

Als erstes verdeutlichte er seinen Respekt gegenüber dem südamerikanischen Tennispublikum: „Zuallererst, ich würde wirklich gerne in Südamerika spielen. Die Leidenschaft der Fans dort ist etwas ganz Besonderes und ich habe großen Respekt vor den Turnieren und der Tenniskultur dort. Meine Kommentare waren nie als Beschwerde oder Kritik gemeint.“

Weiters verdeutlichte er die Bedeutung der Antrittsgelder zur Finanzierung der Karriere: „Auf der ATP Tour haben die Spieler abseits des Preisgeldes nur sehr begrenzte Möglichkeiten, ihre Karriere finanziell zu unterstützen. Fakt ist, dass die ATP 250 und die ATP 500-Events oft die einzigen Gelegenheiten sind, bei denen Antrittsgelder gezahlt werden.“

Aufgrund der gegebenen Situation sieht sich Tsitsipas nicht alleine im Boot: „Turnierentscheidungen werden deshalb manchmal von diesen Faktoren beeinflusst. Das betrifft nicht nur mich. Es ist ein gängiges Vorgehen, das von vielen Spielern befolgt wird, insbesondere von denen, die auf höchstem Niveau spielen.“

Die Türe für den „Golden Swing“ sieht der zwölffache ATP-Titelträger dennoch nicht zu: „Ich schätze jeden Austragungsort, an dem ich an Wettkämpfen teilnehme sehr und hoffe, in Zukunft auch in vielen anderen Regionen der Welt spielen zu können.“

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Montag
02.03.2026, 15:34 Uhr
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