Stefanos Tsitsipas mit dem „mehrstimmigen“ Family-Coaching

Zur kompletten „Family-Affair“ wurde beim ATP-Masters-Turnier in Madrid eine Trainingseinheit von Stefanos Tsitsipas, auch wenn Vater Apostolos anscheinend auf die fachlichen Verbesserungsvorschläge seiner Gattin Julia Salnikova keinen gesteigerten Wert legte, wie in einem TikTok-Video zu sehen ist.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 01.05.2026, 16:48 Uhr

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Nach außen hin fungiert Vater Apostolos (l.) als Haupt-Coach von Stefanos Tsitsipas (r.).

Schon lange wird in Fachkreisen gerätselt, wem von den Eltern im Hause Tsitsipas in Punkto Trainingsarbeit mehr tennisfachliche Expertise zukommt. Vater Apostolos der in seiner Jugend eher dem Basketball und Fußball zugetan war, absolvierte erst ein Sportstudium in Athen, ehe er sich dem Tennissport verschrieb und in Berlin und Wien die Ausbildung zum Tennis-Coach forcierte. Als aktiver Spieler konnte sich der heute 58-Jährige nicht einmal auf der ITF-Tour etablieren.

Weit erfolgreicher als aktive Spielerin war dagegen Mutter Julia. Schon als Juniorin galt sie in der damaligen Sowjetunion als großes Talent und sicherte sich unter anderen 1981 den prestigeträchtigen Titel der Juniorinnen in Monte-Carlo, wo ihr Sohn Stefanos an Ort und Stelle genau 40 Jahre später beim Masters-Event den ersten seiner drei Titel im Herreneinzel einfahren konnte. In der Weltrangliste schaffte sie es unter die Top 200 bei den Damen.

Während Vater Apostolos nach außen hin deutlich als Chef-Trainer auftritt und stets mit seinem „offensiven“ Coaching-Stil in der Box auffällt, sitzt Mutter Julia meistens weiter entfernt oder gar abseits auf der regulären Tribüne. Gemeinsame Sache machten sie jedoch kürzlich auf dem Court beim ATP-Masters-Turnier in Madrid, als beide eine Trainingseinheit ihres Sprösslings anleiteten. Als Salnikova jedoch bei einer Aufschlag-Sequenz von Stefanos fachliche Anmerkungen zu unterbreiten hatte, wurde sie von Apostolos dabei gestoppt, indem er klar mit der gehobenen Hand diesbezüglich gestikulierte. Somit darf bei den Tennisfan weiterhin die Frage, wer in der Familie Tsitsipas in Sachen Coaching tatsächlich die Hose, bzw. den Rock anhat.

Sportlich schien sich Stefanos in der spanischen Hauptstadt zumindest das Beste aus den zahlreichen Tipps herausgepickt zu haben. Nach einem verpatzten Saisonstart auf der roten Asche mit Erstrunden-Niederlagen bei seinem Lieblingsturnier in Monte-Carlos und in München, spielte sich der 27-jährige Grieche in der Caja Magica mit starken Leistungen ins Achtelfinale und musste sich dort dem norwegischen Titelverteidiger Casper Ruud in einem knapp dreistündigen Tiebreak-Thriller nur denkbar knapp geschlagen geben.

Hier das Einzel-Tableau aus Madrid

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02.05.2026, 08:00 Uhr
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