Taylor Fritz: Grand-Slam-Sieg kein Thema, wohl aber die Top-10

Taylor Fritz hat im Vorfeld des ATP-500-Events von Washington über seine kurzfristigen Ziele für den anstehenden Nordamerika-Swing gesprochen. Insbesondere ein Meilenstein steht für den US-Amerikaner derzeit im Fokus. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 05.08.2022, 20:44 Uhr

Taylor Fritz hat im Vorfeld des ATP-500-Events von Washington über seine kurzfristigen Ziele gesprochen
Taylor Fritz hat im Vorfeld des ATP-500-Events von Washington über seine kurzfristigen Ziele gesprochen

Taylor Fritz hat im Jahr 2022 mit Rafael Nadal zwei ganz besondere Erfahrungen gemacht. Die der 24-Jährige mit Sicherheit nicht so schnell vergessen wird - und die in Sachen Gefühlslage für den US-Amerikaner unterschiedlicher nicht sein könnten. Zunächst die positiven Erinnerungen: der erste ATP-Masters-1000-Titelgewinn des US-Amerikaners beim Heim-Event in Indian Wells. Und nun die schlechte: die Viertelfinalniederlage in Wimbledon gegen eben jenen Rafael Nadal. 

Obwohl dem 24-Jährigen deutlich anzusehen war, dass diese Niederlage höchstwahrscheinlich noch einige Zeit nachwirken wird, zog der US-Amerikaner mit etwas Abstand eine positive Wimbledon-Bilanz: "Ich habe mich wirklich gut gefühlt, ich habe ein ziemlich gutes Match gespielt. Es gibt ein paar Dinge, die ich besser machen könnte, aber nachdem ich meinen Fuß zwei Wochen lang in einer Schiene hatte und den Schläger nicht allzu oft angegriffen habe, muss ich ziemlich zufrieden damit sein, wie ich mich gefühlt und wie ich gespielt habe", sagte Fritz im Vorfeld des ATP-500-Events von Washington. 

Fritz mit Fußproblemen 

Trotz des Viertelfinaleinzugs in Wimbledon - und dem harten Kampf gegen einen angeschlagenen Rafael Nadal - sieht sich der US-Amerikaner beim letzten Major-Event des Jahres nicht im erweiterten Kreis der Favoriten: "Ich denke nicht daran, die US Open auch nur annähernd zu gewinnen. Im Moment konzentriere ich mich darauf, unter die Top 10 zu kommen. Ich bin nur noch ein starkes Ergebnis entfernt", erklärte Fritz. "Ich möchte im Race (to Turin) auf einem sehr guten Platz bleiben, im Moment bin ich die Nummer 9. Ich denke nicht viel über die US Open nach, ich werde versuchen, bei den nächsten Turnieren gute Ergebnisse zu erzielen."

Weit mehr als die Niederlage gegen Rafael Nadal habe Fritz in den vergangenen Wochen ohnedies seine hartnäckige Fußverletzung beschäftigt, wie dieser erklärte: "Ich habe nicht viel über das Ergebnis in Wimbledon oder über das Match nachgedacht. Das Schwierigste war, zurückzukommen und herauszufinden, dass sich die Situation mit meinem Fuß verschlechtert hat", erklärte der 24-Jährige. "Ich dachte, er sei verheilt, aber alles hat sich gewendet und ich musste erfahren, was ich hatte: Ich hatte eine Stressfraktur in meinem Fuß. Ich habe wochenlang versucht, herauszufinden, wann ich wieder spielen und trainieren kann." Jetzt aber, so Fritz, fühle er sich gut und bereit, in den Vereinigten Staaten für gute Ergebnisse zu sorgen. 

Kurzfristig hat dies noch keine Früchte getragen - Taylor Fritz musste auch beim ATP-500-Event von Washington im Duell mit Dan Evans aus Großbritannien in Satz drei aufgeben. 

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