Tennis-Wettbewerbe bei Olympia in LA auf USTA-Gelände
Wie der Weltverband World Tennis verkündete, werden die Tennis-Wettbewerbe der Olympischen Spiele 2028 auf den Carson Courts ausgetragen, die bereits seit längerem als Trainingsstandort für die USTA in Los Angeles fungieren.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
27.07.2026, 12:13 Uhr

Zum bereits dritten Mal werden 2028 die Olympischen Sommerspiele in der US-Metropole Los Angeles ausgetragen werden. Und Tennis gespielt wird dort zum zweiten Mal. 1984 wurde der Sport im Rahmen eines Demonstrations-Wettbewerbs im Einzel ausgetragen, wobei Steffi Graf und Stefan Edberg triumphieren konnten. Aufgenommen wurde Tennis dann offiziell vier Jahre später in Seoul, wo sich Steffi Graf und Miloslav Mecir die Goldmedaillen im Einzel sichern konnten.
Manch Spieler oder Tennisfan dürfte bei der Vergabe der Spiele 2028 nach Los Angeles von einem weiteren Tennis-Fest im Tennis-Paradise Indian Wells geträumt haben, das knapp zwei Autostunden östlich von Los Angeles entfernt liegt. Doch diese Tennis-Romantiker wurden nun durch die Verkündung des Spielorts aus allen Träumen gerissen.
Während 1984 noch auf dem Campus der Universität UCLA gespielt wurde, der auch viele Jahre mit den Farmer Classics ein ATP-250-Turnier beheimatete, werden die olympischen Tennis-Wettbewerbe in zwei Jahren auf den Carson Courts im Süden von Los Angeles ausgetragen. Dieses Areal dient der USTA schon seit vielen Jahren als Trainingsstützpunkt in der kalifornischen Metropole.
Geplant wird mit einem festen Center-Court für 10.000 Zuschauer, zwei weiteren temporären Show-Courts und acht zusätzlichen Match-Courts. Als zusätzliche Sportarten sollen dort auch Bogenschießen, Rugby, Bahnradfahren und Hockey ausgetragen werden.
Unverändert bleiben die Feldgrößen mit 64er im Einzel der Damen und Herren, 32er im Doppel und 16er im Mixed. Auch die Zulassung für den Event bleibt gleich. So qualifizieren sich die Spielerinnen und Spieler über die Weltrangliste, wobei im Einzel maximal vier Starter aus der gleichen Nation antreten dürfen. Direktplätze gibt es für die vier Kontinental-Champions aus Asien, Afrika, Panamerika und Pazifik. Zudem werden wieder zwei Wildcards für ehemalige Olympiasieger oder Grand-Slam-Champions vergeben, die es aufgrund des Rankings nicht schaffen würden.
