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Theo Strobl holt Titel in der legendärsten Sportstadt der Alpen

Der viel umjubelte HTT Kitzbühel Sieger 2026 heißt Theo Strobl. Der 18jährige Wiener hat am Samstag ...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 29.07.2026, 08:18 Uhr

Der viel umjubelte HTT Kitzbühel Sieger 2026 heißt Theo Strobl. Der 18jährige Wiener hat am Samstag letzter Woche erstmals seit November 2025 wieder ein Turnier auf der Hobby Tennis Tour gewonnen, und mit seinem Triumph in der Gamsstadt gleich bei einem der prestigeträchtigsten Events des HTT Kalenders zugeschlagen. Der Teenager vom TC Blau Weiss schlug im riesigen Tennisstadion zu Kitzbühel den italienischen Vorjahresfinalisten und als Titeltopfavorit gehandelten Luca Vanella nach frühem 0:5 Rückstand noch mit 7:6, 6:3, und fixierte nach 1:44 Stunden Spielzeit seinen insgesamt siebenten HTT Karriere-Turniersieg. Vanella hingegen steht nach seiner zweiten Finalteilnahme bei den HTT Generali Open Kitzbühel in Serie wie im Vorjahr mit leeren Händen da. Hatte ihm im Vorjahr der Wettergott den Griff an den riesigen Silberpott verwehrt, war der 23jährige heuer mit einer grottenschlechten Vorstellung auf mentaler Ebene selbst am späteren Misserfolg schuld. Ein Bericht  von C.L

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Vanella dominiert lange Zeit den ersten Satz, bis ………..

Theo Strobl hat sich am frühen Samstag Abend am Centercourt der ATP Anlage am Kitzbüheler Kapserfeld bei der 15. Jubiläums-Ausgabe der HTT Generali Open als erst siebenter Österreicher nach Gerald Mayr, Rainhard Boisits, Martin Zehetner, Dominik Negrin, Felix Sagasser, Tobias Fürschuss und Dominik Jaros den Titel geholt, und im 111. HTT Saisonfinale, für den 80. rot-weiss-roten Turniersieg 2026 gesorgt. Dabei hatte der 18jährige einen kapitalen Fehlstart mitsamt 0:5 Rückstand zu beklagen. “Das Halbfinale und auch das Endspiel waren was ganz besonderes. Man spielt nicht alle Tage am Centercourt und Grand Stand von Kitzbühel”, erzählte Strobl beinahe ehrfürchtig”. In der Tat nimmt sich so ein ATP-Centercourt in seinen Ausmaßen und den daraus entstehenden Dimensionen für Hobbyspieler viel viel größer Aus. Dazu kämpfte der HTT AO Champion von 2025 auch mit der Höhenlage und den wild abfliegenden gelben Filzkugeln. Und das gegen einen bis 5:0 stark spielenden Luca Vanella. Das italienische “enfant terrible” der HTT wurde seinem Ruf als genialer Tenniskünstler mit dem Hang zur Theatralik in der Folge aber wieder einmal gerecht, und verspielte fortan in fahrlässiger Art und Weise den Titel. Klärte Italiens HTT Superstar nach seinen ersten beiden Gameverlusten den entstandenen Frust noch in sich gekehrt mit sich selbst, explodierte der Schimpftriaden spuckende sizilianische Vulkan spätestens mit dem dritten Gamegewinn seines Gegners im ersten Satz. “Normaler Weise ist der Satz bei einem 0:5 weg. Aber ich bin drangeblieben, und ab 2:5 habe ich das Gefühl bekommen, dass da noch was gehen könnte”, so der spätere Sieger in seiner Analyse.

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……. ein Flitzer und nasse Bälle, die Laune des Italo-Stars störten

Strobl hatte gegen seinen mittlerweile lausig spielenden Gegner den ersten Satz im Tiebreak klar gemacht, und vor den Augen seiner im Stadion sitzenden Familie, Fahrt Richtung Titel aufgenommen. Die Unzufriedenheit und der Frust Vanellas war hingegen bis auf den allerletzten Sitz am Oberrang des 6.500 Zuschauer fassenden Tennisstadions zu verrnehmen. Auslöser für den Ärger des 2fachen HTT Grand Slam Champions waren ein halbnackter Flitzer, der bei 5:3 über den Platz parlierte, sowie die Bälle, die mit Fortdauer dieses finalen Showdowns am Kitzbühler Centercourt zum Thema wurden. Eine leidige Geschichte im Endefffekt, die freilich bis 5:0  gar keine war. Bis dahin hatte Vanella die später kritisierten Bälle perfekt am Schläger und die Premieren-Ausgabe im ersten direkten Duell mit Strobl im Griff. Später wurden die kleinen gelben Filzkugeln aber sehr wohl noch zum alles beherrschenden Thema. Weil übereifrige und fleißige Turniermitarbeiter beim Abbau auch gleich die  bereit gestellten ATP-Turnierbälle verräumten, schlugen Strobl & Vanella mit dem eigentlichen HTT-Turnierball auf.

Strobl holt nach 49 Minuten des zweiten Satzes den Titel

Alles zu Beginn kein Malheur. Das Ball-Desaster und Filzkugel-Theater wurde erst spruchreif, als sich zwei Bälle im Wasser der Platzabdeckungsplanen am Centercourt vollgesogen hatten. Dann standen die beiden HTT Topstars plötzlich mit einem “spielbaren” Ball auf dem Platz. Neue Bälle zu organisieren wurde abgelehnt, mit gebrauchter Filzware vom Halbfinale ging es schließlich weiter. Aus Sicht Vanellas bis zum bitteren Untergang. Statt eines vernünftigen Zugangs, und einer seriösen Klärung, verstrickte sich Italiens – von Vorfällen am Vormittag genervte – HTT Nummer 1 in wilde Selbstgespräche, die ihn massiv ablenkten und ihn daran hinderten, seine eigentliche Klasse auszuspielen. Strobl hingegen, hatte in den 49 Minuten des zweiten Satzes ein klares Übergewicht an erzielten Winnern, und seine Eigenfehler-Quote entscheidend minimiert. In Kombination mit der Unterstützung seiner Familie auf den Rängen, spielte Strobl den Turniersieg in der legendärsten Sportstadt der Alpen souverän nach Hause.

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Strobl muss sich beim Abgang durch wild feierndes Kitzbüheler Partyvolk kämpfen

“Mein Arm wurde lockerer und meine Beine schneller, je länger das Match dauerte”, so fasste der frischgebackene Kitz-Sieger den letztlich siegbringenden zweiten Satz zusammen. Vanella hatte sich hingegen mit insgesamt 43 fabrizierten unforced errors selbst ins Aus befördert, und leistete sich dann zum Abschluss einen unwürdigen Abgang. Auf die abschließende Siegerehrung, die Foto-Session und die PK hatte Italiens HTT Topstar keine Lust mehr. So stand Strobl alleine im riesigen Stadion, gefeiert von einer Handvoll Zuschauern, um mit der riesigen Silber-Trophäe zu posieren. Am Ende wird es dem Sieger egal gewesen sein. Strobl hatte seinen Job erledigt, wenngleich am Ende des Tages noch eine Herkules-Aufgabe auf den neuen HTT Generali Open Champion wartete. Denn immerhin musste der 18jährige mit dem Riesenpokal in Händen die Anlage verlassen, und sich dabei den Weg durch das wild feiernde Kitzbüheler Partyvolk bahnen. Für den Teenager aus Wien begann ein Spießrutenlauf durch die von einem DJ aufgeheizten Massen, und durch Alkohol geschwängerte Tiroler Luft. Jeder wollte dem Champion auf die Schulter klopfen, ein Selfie mit dem Sieger und ein Foto mit dem silbernen Pokal machen. Ja, in Kitzbühel ein Turnier zu gewinnen, ist selbst als Hobbyspieler anders, als im Rest des Landes. “Ich möchte mich beim HTT Veranstalter herzlich für richtig coole Turniertage bedanken. Es war einfach unglaublich”, verabschiedete sich Theo Strol, und entschwand samt Entourage und Pokal in die Kitzzüheler Nacht.

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von Claus Lippert

Mittwoch
29.07.2026, 07:01 Uhr
zuletzt bearbeitet: 29.07.2026, 08:18 Uhr