Tomas Berdych zu Roger Federer: "Muss mental darauf vorbereitet sein, dass es nur ein Match sein könnte"

Tomas Berdych hat mit Reuters über die aktuellen Comeback-Pläne von Roger Federer gesprochen. Und dabei angemerkt, dass sich der Schweizer im Klaren sein müsse, dass jedes Match künftig sein letztes sein könnte. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 03.12.2021, 22:49 Uhr

Tomas Berdych sprach über die Comeback-Pläne von Roger Federer
Tomas Berdych sprach über die Comeback-Pläne von Roger Federer

Der Hoffnungsschimmer, Roger Federer könnte tatsächlich bereits zum Start in die Saison 2022 bei den Australian Open sein Comeback geben, währte nicht lange. Nachdem die Verantwortlichen in Down Under mit einem Start des Schweizer Altmeisters im Januar geliebäugelt hatten, erklärte der 20-fache Major-Sieger bei vielerlei Gelegenheit, dass schon ein Start in Wimbledon durchaus unwahrscheinlich sei. Der Genesungsprozess nach einer weiteren Operation, so der Schweizer, werde noch eine ganze Weile andauern. 

Immerhin ist Roger Federer bereits 40 Jahre alt, das Karriereende schwebt wie das vielzitierte Damokles-Schwert über jeder Nachricht des 20-fachen Grand-Slam-Siegers. Dieser wiederum betonte aber, sehr wohl noch einmal zurückkehren zu wollen. Dies sei sein fester Plan, bestätigte der Eidgenosse. Er wolle ein angemessenes Karriereende, mutmaßt dazu nun Tomas Berdych, der seine Laufbahn bereits im Jahr 2019 im Alter von 34 beendete: "Er muss sich nichts beweisen, also liegt es an ihm, wie er sich fühlt und wie er es am Ende des Tages machen will."

"Federer muss mental vorbereitet sein"

Er selbst sei eines Tages einfach aufgewacht und habe gewusst: "Das ist es", erklärte Berdych gegenüber Reuters. Der 13-fache Tour-Sieger hatte nach anhaltenden Beschwerden im Hüftbereich den Tennisschläger an den Nagel gehängt. Auch Roger Federer müsse sich nun bewusst sein, dass es jederzeit das letzte Match sein könnte, erklärte der Tscheche: "Ich denke, dass er in dieser Situation mental bereit sein muss, zu wissen, dass es nur ein Spiel sein kann. Auch wenn er alles getan hat, was möglich ist. Es ist nicht einfach, und dann werden die jungen Leute da sein und ihm keinen Gefallen tun."

Das Alter ist es also, das gegen den Schweizer spielt, wie Berdych betont. "Wenn man in der Mitte seiner Karriere steht und sich sechs Monate lang verletzt und eine gute Vorbereitung absolviert, weiß man im Grunde, was passiert, wenn man wieder anfängt zu spielen", erklärt der Tscheche. "Aber ohne Matches und mit 40 Jahren wird es sehr schwierig sein, sein Niveau zu beurteilen", so Berdych. Der 2018 sein letztes Duell mit Roger Federer bestritten hat. Im Viertelfinale der Australian Open nämlich - wo der Schweizer, 37-jährig, seinen letzten Major-Titel hatte gewinnen können. 

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