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Toni Nadal warnt Alcaraz und Sinner: Jodar könnte ihre Nemesis werden

Rafael Jodar ist innerhalb weniger Monate in die Weltspitze geschossen und mischt plötzlich im Rennen um die ATP Finals mit. Ausgerechnet Toni Nadal traut dem 19-jährigen Spanier zu, Jannik Sinner und Carlos Alcaraz künftig ernsthaft zu gefährden.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 23.08.2026, 07:07 Uhr

Rafael Jodar beweist derzeit seinen Ehrgeiz
© Getty Images
Rafael Jodar beweist derzeit seinen Ehrgeiz

Rafael Jodars Aufstieg ist zugegebenermaßen bemerkenswert. Zu Jahresbeginn rangierte er noch außerhalb der Top 150, inzwischen steht der Spanier aber bereits auf Platz 11 der Live-Weltrangliste. Im ATP Race liegt er sogar auf Rang 8 – und weil er bis zum Saisonende keine Punkte zu verteidigen hat, besitzt er beste Voraussetzungen für weitere Sprünge.

Dabei kann sich seine Bilanz durchaus sehen lassen. Jodar gewann in Marrakesch seinen ersten ATP-Titel, erreichte das Finale des ATP-500-Turniers in Washington und stand beim Canadian Open im Halbfinale. Zuvor hatte er in Madrid, Rom und Roland Garros jeweils das Viertelfinale erreicht, ehe er in Cincinnati bis ins Achtelfinale kam.

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Toni Nadal gefällt vor allem Jodars Mentalität

Auf Jodar angesprochen, hebt Toni Nadal, der langjährige Trainer und Onkel von Rafael Nadal, vor allem dessen Auftreten unter Druck hervor. Der 19-Jährige habe bereits einen Top-Ten-Spieler geschlagen und auch Jannik Sinner in Madrid durchaus vor Probleme gestellt. Ganz auf eine Stufe mit Landsmann Carlos Alcaraz will Nadal den Youngster allerdings noch nicht stellen. „Ich glaube nicht, dass er ein Alcaraz ist“, stellte er klar. Jodar besitze aber den Mut, auch in schwierigen Situationen bei sich zu bleiben, was eine besondere Eigenschaft von Champions darstelle.

Sinner und Alcaraz setzen die Messlatte

Für Nadal liegt darin eine der großen Fragen des aktuellen Herrentennis: Wer kann die Dominanz von Sinner und Alcaraz tatsächlich durchbrechen? Beide haben sich zuletzt deutlich vom übrigen Feld abgesetzt, was laut Nadal bei manchen Konkurrenten bereits Spuren hinterlassen habe.

Als Beispiel nennt er Alexander Zverev. Dem Deutschen habe er geraten, den derzeitigen Vorteil von Sinner und Alcaraz anzuerkennen, sich davon aber keinesfalls mental einschüchtern zu lassen. Nadal verweist dabei auf die Vergangenheit: Auch Andy Murray und Stan Wawrinka mussten sich gegen eine übermächtige Generation behaupten, gewannen aber trotzdem einige Grand-Slam-Titel.

Jodar hat noch viel Luft nach oben

Noch ist Jodar weit davon entfernt, Sinner oder Alcaraz ihren Status streitig zu machen, seine Entwicklung geht aber in die richtige Richtung. Er hat seine Punkte auf unterschiedlichen Belägen und bei verschiedenen Turnierkategorien gesammelt. Mit 19 Jahren steht er damit bereits dort, wo viele Spieler erst nach Jahren hinkommen. Die Frage lautet also: Wie weit kann er tatsächlich nach oben?

 

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von Isabella Walser-Bürgler

Sonntag
23.08.2026, 10:03 Uhr
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