Wie du auch im Sommer bei hohen Temperaturen nicht auf dein Training verzichten musst

Bis wir die +30 Grad Marke knacken dauert es vielleicht noch ein bisschen, aber was hat man beim Trainieren bei warmen Temperaturen wirklich zu beachten? Hier ein paar Tipps vom Experten.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 11.05.2015, 11:26 Uhr

Damit ihr auch beim Training im Sommer einen kühlen Kopf bewahrt, hat sportaktiv den österreichischen Extremsportler Christian Schiester um Rat gebeten. Der begnadete Wüstenläufer kennt sich mit Sport unter extremem Wetterbedingungen aus: er rennt durch Wüsten, Dschungel und trainiert mit dem Ergometer in der Sauna - und das alles freiwillig! "Während meiner Unternehmungen frage ich mich täglich 150-mal, warum ich Trottel mir das antue. Im Nachhinein weiß ich es: Weil ich durch das, was ich erlebt und erlitten habe, Bilder im Kopf hab, die mir nie mehr jemand wegnehmen kann." erklärt Christian Schiester.

Für uns fasst Christian 5 wichtigte und leicht umsetzbare Tipps im Umgang mit der Hitze zusammen:

1. Dranbleiben, denn man gewöhnt sich an alles

Alles reine Gewöhnungssache. Der Körper braucht Zeit, um sich auf die extremen Bedingungen einzustellen, doch je besser man trainiert, umso weniger Probleme macht einem der eigene Körper bei Temperaturen wie im Sommer. Es ist eine Frage von Gewöhnung und des Trainingszustandes , wie gut der Körper mit diesen Temperaturen umgeht. "Je wärmer die Umgebungstemperatur ist, desto mehr Energieaufwand muss der Körper für die Kühlung aufbringen. Der Puls steigt. Dementsprechend gilt: Das Tempo reduzieren - der Trainingseffekt ist auch so groß genug." Bei 60 Grad in der Sauna auf dem Ergometer schwitzen, würde Christian Schiester aber trotzdem niemanden raten, denn es dauert Jahre bis man seinen Organismus an Zustände wie diese herangeführt hat.

2. Vor der Sonne schützen

Die Sonnencreme darf auf keinen Fall fehlen. "Die Haut ist schließlich das größte Organ, das wir haben, und für die Temperaturregulierung immens wichtig." erklärt der Wüstenläufer. Vor der Anwendung aber bitte informieren wann die Sonnencreme aufgetragen werden sollte (z.B. 20 Minuten bevor man in die Sonne geht) und ob ein wiederholtes Auftragen während des Trainings notwendig ist.

3. Schutz für Kopf und Augen

Kopfbedeckung und Brille dürfen bei Christian Schiester nicht fehlen. Sonst riskiert man nicht 'nur' einen Sonnenbrand, sondern setzte sich auch der Gefahr eines Sonnenstichs aus. Bei der Brille solllte man auf eine passende Sportbrille zurückgreifen, die vor UV-Strahlung, Wind und Staub schützt. "Man muss nicht einen Sandsturm in der Sahara erlebt haben, um zu wissen: Zum Sommersport gehört in jedem Fall die sportliche Sonnenbrille." erzählt Schiester.

4. Richtig Schwitzen

Unser körpereigenes Kühlsystem muss gut funktionieren - wer zum Beispiel in einem durschgeschwitzen Baumwollshirt unterwegs ist, behindert die eigene 'Klimaanlage' bei der Arbeit. "Ideal sind Kapperln aus atmungsaktiven leichten Materialien.[...] Heutige Hightechfunktionsbekleidung unterstützt die Temperaturregulierung über den verdunstenden Schweiß perfekt."

5. Genug trinken

"Da gibt es keine Faustregel - es kommt auf zu viele Dinge an. Wer aber mit Begeisterung bei seinem Sport ist, hat in der Regel eine innere Stimme, die einem sagt, was, wann und wie viel." Christian läuft bei seinen Rennen nicht nur mit Wasser im Rucksack oder an speziellen Halterungssystemen, sondern bei Rennen, wie auch im Training hat er immer eine Flasche in der Hand. "Getrunken wird Wasser und vermehrt auch isotonische Getränke, weil über den Schweiß wichtige Mineralien ausgeschieden werden."

Hier geht's zum Originalartikel auf sportaktiv.com.

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von tennisnet.com

Montag
11.05.2015, 11:26 Uhr