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US Open 2021: Emma Raducanu, Leylah Fernandez und die alles entscheidende Frage

Emma Raducanu und Leylah Fernandez zeigten bei den US Open bislang beeindruckendes Tennis. Im Finale werden von den beiden Teenagierinnen aber auch noch andere Qualitäten gefragt sein.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 11.09.2021, 11:59 Uhr

Emma Raducanu und Leylah Fernandez jubeln bei den US Open in New York
© Getty Images
Nach dem Finale am Samstag wird es nur eine strahlende Siegerin geben

Für den Großteil aller Spieler ist er ein Ziel, das für immer unerreicht bleibt: der Sieg bei einem der vier Grand-Slam-Turniere. Der Weg zum "Lebenstraum" - wie Dominic Thiem seinen Triumph bei den US Open im Vorjahr bezeichnete - ist nicht selten von Rückschlägen, bitteren Erfahrungen und sportlichen Dramen gezeichnet. Ganze Karrieren werden nur auf diese eine Ziel ausgelegt, das Erreichen ebenjenes steht jedoch auf einem anderen Blatt Papier. Für Emma Raducanu und Leylah Fernandez gelten all diese Dinge hingegen nur in äußerst abgeschwächter Form, für beide Spielerinnen gab es in ihrer Laufbahn bislang nur einen Weg: jenen nach oben.

So kommt es also, dass am Samstag ein Grand-Slam-Finale zwischen zwei Teenagerinnen über die Bühne geht. Die erst 18-jährige Raducanu, die bereits in Wimbledon mit einem Achtelfinaleinzug ihr Können unter Beweis gestellt hatte, spielte sich ohne Satzverlust und über die Qualifikation bis ins Endspiel. Nicht minder beeindruckend agierte ihre um nur ein Jahr ältere Finalgegnerin Fernandez. Die Kanadierin schlug seit der dritten Runde Naomi Osaka, Angelique Kerber, Elina Svitolina und Aryna Sabalenka. Keine Frage, Raducanu und Fernandez waren bei den diesjährigen US Open zweifellos die besten Spielerinnen.

Die alles entscheidende Frage im Finale wird jedoch sein, wie die zwei Protagonistinnen ihre Nerven im Griff haben. Bislang gelang dies sowohl der Britin als auch der Fernandez auf beeindruckende Art und Weise, angesichts des Drucks eines Grand-Slam-Endspiels wird der psychischen Komponente aber eine ungleich höhere Bedeutung als noch in den Partien zuvor zukommen. 

Raducanu und Fernandez geben sich gelassen

Im Vorfeld des Endspiels gaben sich die Überraschungsfinalistinnen indes noch betont locker. "Ich denke, ich habe ein paar unglaubliche Sachen geschafft", meinte Raducanu. "Gibt es da Erwartungen? Ich bin eine Qualifikantin. Auf dem Papier lastet kein Druck auf mir", so die Britin. Fernandez: "Meine Einstellung ist: Ich kann alles schaffen, was ich mir vornehme. Es gibt keine Grenze, wenn ich an mich glaube."

Wie sensationell das Finale tatsächlich ist, legt ein Vergleich mit der ATP-Tour nahe. Gemessen an den Weltranglistenpositionen - Raducanu steht auf Platz 150, Fernandez auf Rang 73 - würde das Pendant bei den Herren Antoine Hoang gegen Alexei Popyrin lauten. Auch hieran ist ersichtlich, wie hoch die Dichte im Frauentennis in den vergangenen Jahren wurde.

Und doch werden sich die Teenagerinnen mit derartigen Spielchen und Statistiken erst nach dem Finale befassen - am besten Fall mit einem erfüllten Lebenstraum und der richtigen Antwort auf die alles entscheidende Frage im Gepäck.

Hier das Einzel-Tableau bei den US Open

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von Nikolaus Fink

Samstag
11.09.2021, 14:06 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.09.2021, 11:59 Uhr

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