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US Open: Alexander Zverev - zuerst die Pflicht, dann die Kür

Nur noch ein Sieg trennt Alexander Zverev vom großen Duell mit Novak Djokovic bei den US Open. Der deutsche Nummer eins pflügt weiter ohne große Widerstände durch das Turnier.

von SID/red
zuletzt bearbeitet: 07.09.2021, 18:49 Uhr

© Getty Images
Alexander Zverev hat schon das Halbfinal-Duell gegen Novak Djokovic im Blick.

In Alexander Zverevs Hinterkopf spukt er schon lange herum. Der Major-Rekordsieger, Tour-Dominator und Weltranglistenerste. Der Ausnahmekönner mit der einmaligen Chance auf den Kalender-Grand-Slam: Novak Djokovic. „Ich weiß, dass Novak in meiner Hälfte ist“, sagte der deutsche Olympiasieger nach seinem dominanten Achtelfinalerfolg bei den US Open gegen Jannik Sinner. Dem Serben ist Zverev im Turnierbaum nun ganz nah - nur noch ein Sieg trennt ihn von der derzeit maximalen Herausforderung imWelttennis.

Die lautet: Ein Duell auf Hartplatz im Modus best-of-five mit dem 34 Jahre alten Djokovic, der dieAustralian Open, French Open und Wimbledon in diesem Jahr schon gewonnen hat - und den ersten Grand-Slam-Viererpack seit Rod Laver 1969 anpeilt. Eine im modernen Tennis lange unvorstellbare Leistung. „Er und ich müssen unsere Matches noch gewinnen“, fügte Zverev pflichtbewusst an. Doch es müsste schon eine große Überraschung her, damit das schon vor Turnierbeginn heiß diskutierte Duell zwischen dem Goldmedaillen-Gewinner von Tokio und dem Dominator der vergangenen Jahre noch platzt.

Djokovics besondere Widerstandsfähigkeit

Zu selbstbewusst ist Zverev, der den aufstrebenden Italiener Sinner im Achtelfinale 6:4, 6:4, 7:6 (7) abblitzen ließ, seinen 15. Sieg in Folge feierte und nun gegen den Südafrikaner Lloyd Harris klarer Favorit ist. Zu souverän kommt Djokovic selbst dann durch, wenn er zunächst strauchelt, wie beim 1:6, 6:3, 6:2, 6:2 gegen den US-Amerikaner Jenson Brooksby. Nun trifft die Nummer eins in einer Neuauflage des Wimbledonfinals auf Matteo Berrettini, der den Kölner Oscar Otte im Achtelfinale besiegte.

Was es so außergewöhnlich schwierig macht, Djokovic bei einem Grand Slam zu schlagen, bekamen Zverev - da schon vor dem Fernseher im Hotel - und die lautstarken Zuschauer am Montagabend (Ortszeit) im Arthur-Ashe-Stadium noch einmal vor Augen geführt: Es ist seine besondere Widerstandsfähigkeit. Oder, wie der einstige US-Open-Champion Andy Roddick bei Twitter formulierte: „Erst nimmt er dir deine Beine. Dann nimmt er dir deine Seele.“

Zverev nimmt Harris nicht auf die leichte Schulter

Zverev bleibt noch eine Runde, um sein Level weiter zu erhöhen, sich für Djokovic bereit zu machen. Ohne dabei Harris auf die leichte Schulter zu nehmen. „Er ist jemand, der sich in diesem Jahr sehr stark verbessert hat“, sagte der Weltranglistenvierte über die Nummer 46 der Welt: „In Cincinnati hatte ich zunächst große Probleme, seinen Aufschlag zu returnieren.“

Zverev setzte sich bei dem Mastersturnier am Ende sicher durch, gewann den Titel und ließ nach seinem Olympiatriumph inklusive des Halbfinalsieges gegen Djokovic das nächste klare Zeichen folgen, dass er einer der Top-Anwärter auf den Titel in New York ist. Derzeit deutet vieles darauf hin, dass es im Halbfinale wie in Tokio zum großen Duell mit Djokovic kommen wird. Zuvor gilt es aber, das Pflichtprogramm zu erledigen.

Hier das Einzel-Tableau in New York

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von SID/red

Dienstag
07.09.2021, 14:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.09.2021, 18:49 Uhr

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