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Angelique Kerber mit „Erleichterung pur: Die Reise ist vorbei“

… „die erfolgreichste in meiner Karriere“, wie die Nummer eins von Deutschland und künftig auch der Welt im Interview am Tag danach unterstreicht.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 11.09.2016, 19:39 Uhr

Angelique Kerber

Wie war die Nacht?

Angelique Kerber(28): Nicht so lang, aber es war ein schöner Abend. Wir waren alle zusammen essen und sind dann in eine Rooftop-Bar mit mega Ausblick auf New York gegangen. Wir haben die letzten Wochen und Stunden Revue passieren lassen und versucht, den Moment zu genießen.

Woran haben Sie besonders gedacht?

An viele Momente auf der Reise. Es fing eigentlich alles schon in Montreal an,dort habe ich direkt nach Wimbledon das Halbfinale erreicht. Dann ab nach Rio mit meinem Drei-Tage-Flug hin,dann die Silbermedaille, danndas Finale in Cincinnati. Diese Reise über acht Wochen war die erfolgreichste in meiner Karriere. Mit dem krönenden Abschluss hier in New York,meinem zweiten Grand-Slam-Titelundder Nummer eins. Es hätte nicht besser laufen können.

Tauscht Ihr euch ununterbrochen aus oder genießt jeder auch mal still für sich?

Geschwiegen haben wir gestern nicht so viel, wir haben unseren Emotionen freien Lauf gelassen. Es war solch eine Anspannung in den vergangenen Wochen auch für mich persönlich mit dem Thema „Nummer eins“. Ich habe versucht, mich zu konzentrieren, weil ich wusste, was ich hier erreichen will. Daher ist die Anspannung gestern extrem von mir abgefallen. Ich habe zwar nicht lange geschlafen, aber das Gefühl nach dem Aufwachen war Erleichterung pur: zu wissen, die Reise ist vorbei, und ich habe geschafft, was ich immer schaffen wollte.

Haben Sie schon nachgeschaut, wer Ihnen alles geschrieben hat?

Ich traue mich gar nicht, das Handy in die Hand zu nehmen. Alle gratulieren mir, das ist für mich ein mega gutes Gefühl. Ich möchte mir Zeit dafür nehmen und nicht nur fünf Minuten drauf gucken und gar nicht richtig wahrnehmen, wer mir alles schreibt. Ich will alle Nachrichten durchlesen und antworten und damit realisieren, wie viele Menschen mir zugeschaut haben.

Sollte sich Ihr Trainer Torben Beltz nicht einen Schnauzer stehen lassen, wenn Sie gewinnen? Heute ist der Bart ab…

Das war schon so abgemacht. Er soll ja jetzt noch ein bisschen besser aussehen in diesen Tagen. Ich wollte nicht mit ihm durch New York gehen und er trägt einen Schnauzbart. Aber jetzt wird er sich bis nach Asien über der Oberlippe nicht rasieren.

von tennisnet.com

Sonntag
11.09.2016, 19:39 Uhr