US Open: Das verändert sich durch die Sinner-Absage für Zverev und Co.
Alexander Zverev wird nach Jannik Sinners Absage das Teilnehmerfeld der US Open anführen. Mit dem Titel in New York kann sich der Deutsche in eine gute Ausgangsposition für sein letztes großes Ziel bringen.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
22.08.2026, 16:40 Uhr

Ein großes Ziel verfolgt Alexander Zverev ja noch: Der Deutsche möchte in seiner Karriere irgendwann einmal die Nummer eins der Welt werden. Lange schien dieser Traum aufgrund der erdrückenden Dominanz von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz außer Reichweite, 2026 ist die Chance nun so groß wie schon lange nicht mehr.
Nach Sinners US-Open-Absage könnte Zverev zumindest im Race am Südtiroler vorbeiziehen. Voraussetzung dafür ist der Turniersieg in New York, durch den der Deutsche mit 700 Punkten Vorsprung ins Saisonfinish gehen würde. Bei einer Finalniederlage in Flushing Meadows wären Zverev und Sinner im Race gleichauf.
Zverev muss sich steigern
Die Nummer eins der Welt kann Zverev nach den US Open noch nicht werden, dafür ist der Rückstand auf Sinner zu groß. Freilich aber könnte sich der French-Open-Sieger, der das Feld in New York nach der Absage des Vorjahresfinalisten anführen wird, in eine hervorragende Ausgangsposition bringen.
Um ein ernsthaftes Wörtchen im Kampf um Weltranglistenposition eins mitreden zu können, benötigt Zverev bei den US Open allerdings eine gehörige Leistungssteigerung. Bei den Vorbereitungsturnieren in Montreal und Cincinnati blieb der 29-Jährige einiges schuldig, insgesamt nur zwei Siege sind für die Ansprüche des Deutschen deutlich zu wenig.
Körper bei Alcaraz und Djokovic als große Fragezeichen
In New York wird es für Zverev jedenfalls zum Wiedersehen mit Carlos Alcaraz kommen: Der Spanier wird bei den US Open sein Comeback feiern und das Turnier als Nummer zwei in Angriff nehmen. Viel, wenn nicht alles wird bei ihm davon abhängen, wie sein Körper nach der langen Verletzungspause auf die Strapazen möglicher Fünfsatzpartien reagiert.
Das gilt auch für Novak Djokovic, der bei seinem Auftritt in Cincinnati einige Fragezeichen hinterließ. Auf Grand-Slam-Ebene ist der Serbe allerdings ungleich schwerer zu schlagen, das stellte er in dieser Saison nicht zuletzt in Wimbledon und bei den Australian Open unter Beweis. Fraglich ist und bleibt trotzdem, ob Djokovics Kraft tatsächlich noch für den 25. Grand-Slam-Titel ausreicht. Ungelegen kommt ihm Sinners Absage im Zweifelsfall sicher nicht.
