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„Domi-Watch“ – Herr Carreno Busta, Grandstand

Beobachtungen zum Drittrunden-Spiel von Dominic Thiem bei den US Open 2016.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 03.09.2016, 17:28 Uhr

Es sind tropische Regenstürme für das Labour Day Weekend angekündigt. Wie in den USA offenbar üblich sogar via den elektronischen Informationstafeln auf den Autobahnen. Der Spielbeginn 11:00 Uhr steht aber.

Die Stadionregie blendet zu den Statistiken von Pablo Carreno Busta das Bild von Dominic Thiem ein. Der Aufschrei unter den vornehmlich amerikanischen Fans hält sich in Grenzen.

Der erste Satz dauert gefühlt 24 Minuten. In Wahrheit sind es vier weniger.

Der Grandstand, er füllt sich nach Satz eins. Gröbere Vakanzen gibt es lediglich auf den unteren Rängen, dort, wo Reservierungen nicht nur erwünscht, sondern obligatorisch sind.

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Materialtests am Schläger sieht Günter Bresnik im besten Fall mit gemischten Gefühlen. Der seines Schützlings trägt zu Beginn des zweiten Spielabschnitts allerdings Früchte. Frühe Service-Abnahme ergibt Momentum-Wechsel.

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Taktisch macht Thiem im zweiten Satz alles richtig - holt sich den Durchgang mit einem Break, damit er im dritten mit dem Service beginnen kann.

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Das Break zum 4:2, das wäre jetzt nicht ganz unmöglich gewesen. Das zum 6:4 kommt natürlich noch formschöner daher.

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Der leicht ermattete amerikanische Fan räkelt oder gähnt sich übrigens nicht. Um wieder wach zu werden, brüllt er einfach unmotiviert ins Stadionrund. "Let's go, Dom!", etwa.

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Der Versuch, von Carreno Busta einen 130-Meilen-Aufschlag von Thiem hinter dem Rücken zu retournieren, dieser Versuch fliegt nicht.

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Die Verwarnung, die der Spanier wegen eines sehr hohen Mondballes ins Publikum aufgebrummt bekommt, ist lächerlich. Da stimmt etwas mit dem ATP-Regelwerk nicht.

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Nach der Auswahl der Stadion-Musik zu schließen, erwartet man eher weniger Millennials auf der Anlage. Ziemlich viel Michael Jackson und Phil Collins...

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Das Schöne am Tennis: Am Ende gewinnt immer der bessere Spieler.

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Letzte Chance für den Platzsprecher - genutzt. Dominic Thiem wird zu seinem 23. Geburtstag gratuliert. Das angestimmte "Happy Birthday" auf den Tribünen, es kommt von Herzen. Und dann auch noch Stevie Wonder aus den Lautsprechern...

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