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US Open – Halbfinale: Rafael Nadal vs Matteo Berrettini im TV, Livestream und Liveticker

Rafael Nadal ist nun der große Favorit auf den US-Open-Titel! Im Halbfinale trifft er mit Matteo Berrettini auf einen der Newcomer des Jahres. Das Match kommt live im TV auf Eurosport, via Stream im Eurosport Player und auf DAZN – im Liveticker seid ihr bei uns dabei!

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 07.09.2019, 11:30 Uhr

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Ende

Das war es dann von dieser Stelle. Wir hoffen, Sie hatten genauso viel Spass wie wir und klicken sich bald wieder rein. Wenn Sie mögen, bis morgen zum Damen-Finale, ansonsten wünschen wir Ihnen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende - bis bald!

Das Finale

Nadal trifft im Finale am Sonntag auf Daniil Medvedev, der Grigor Dimitrov zuvor im ersten Halbfinale mit 7:6 (7:5), 6:4 und 6:3 ausschaltete.

Fazit

Es war wahrlich ein hartes Stück Arbeit für den Spanier, denn sein Gegner war bis Mitte des zweiten Satzes absolut ebenbürtig und zeigte auch keinerlei Anzeichen von Nervosität. Der Knackpunkt waren zum einen die vergebenen Satzbälle im Tie-Break des ersten Satzes, zum anderen aber auch die Tatsache, dass er keinen einzigen Breakball im gesamten Match hatte. Nadal wiederum hätte sich selbst das Match auch angenehmer, und vor allem schneller gestalten können. Doch schlussendlich belohnte er sich dann doch für den permanenten Druck, den er auf seinen Gegner ausüben konnte.

6:7, 4:6, 1:6

Und der ist es dann auch, der das Match nach 2:34 Stunden beendet! Noch einmal demonstriert Rafael Nadal seine Rückhand cross in voller Pracht und gewinnt dieses zweite Halbfinale der US Open mit 7:6 (8:6), 6:4 und 6:1 gegen Matteo Berrettini.

6:7, 4:6, 1:5

Seit langem mal wieder eine Challenge - und diesmal eine nützliche: Statt Ass Berrettini gibt es nun den zweiten Aufschlag. Und der landet im Netz - Matchball Nadal!

6:7, 4:6, 1:5

Der vierte Punkt zum Spielgewinn ist uns unter den Zeitlupen des voherigen Punktes dann entgangen. Nur, dass Sie Bescheid wissen: Es steht 5:1.

6:7, 4:6, 1:4

Hallelujah, was ein Schlag! Berrettini wagt es den Matador zu überlupfen, und wird dafür prompt bestraft: Nadal sprintet zurück an die Grundlinie, dreht sich einmal um die eigene Achse und feuert die Vorhand cross genau ins Dreieck an der Grundlinie.

6:7, 4:6, 1:4

Ich lege mich fest: Das war die Entscheidung! Ausnahmsweise ist es Berrettinis Rückhand, die in der kurzen Rally die tragische Figur abgibt. Wieder landet die Kugel im Netz - 4:1 für Nadal.

6:7, 4:6, 1:3

Und dann das: Einen Pflichtball am Netz bekommt er nicht über die Kante, das kann teuer werden.

6:7, 4:6, 1:3

Den zweiten und dritten wehrt Berrettini jedoch aus eigener Kraft ab. Zwei Winner, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Eine krachende Vorhand und dann ein smarter Stopp.

6:7, 4:6, 1:3

Den ersten lässt er leichtfertig liegen und lässt seinen Ärger mit der linken Hand am Schlägerkopf aus.

6:7, 4:6, 1:3

Und der dritte kommt oben drauf, ein klassischer Return-Winner. Heisst auch: Drei Breakbälle für den Spanier.

6:7, 4:6, 1:3

100:77 Punkte steht es für Nadal, die letzten beiden gewonnen Punkte schon mit eingerechnet.

6:7, 4:6, 1:3

Minimaler Wackler von Nadal: Doppelfehler Nummer vier folgt Ass Nummer vier, das war es dann aber auch aus Berrettinis Sicht. Der Spanier veredelt den Spielgewinn mit einem fantastischen Vorhand-Winkelball genau an die Seitenlinie.

6:7, 4:6, 1:2

Doch bei eigenem Service ist der Italiener nun wieder voll da. Auch er lässt keine Luft an "sein" Spiel, ebenfalls zu Null endet das dritte Spiel des dritten Satzes. Die Box ermutigt ihn, weiter dranzubleiben - und das tut er auch.

6:7, 4:6, 0:2

Berrettini wehrt sich weiterhin nach Kräften, doch die werden zusehends geringer. Nadal fegt zu Null über ihn hinweg und erhöht auf 2:0. Neue Bälle und neue Schläger nun für beide.

6:7, 4:6, 0:1

Letztendlich rächen sich diese Spielereien des gebürtigen Römers, diesmal lässt sich sein Gegner nicht lange bitten und schnappt sich das Break.

6:7, 4:6, 0:0

Jetzt kriegt er sogar den Ball ab, aber eher unabsichtlich, denn Nadal wollte eigentlich um ihn herum spielen. Juckt den Spanier nicht, denn da ist der Breakball.

6:7, 4:6, 0:0

Auch den zweiten Spielball lässt er liegen, und das leichtfertig: Er lässt Nadals Return abtropfen und bekommt dann die Vorhand vom Mallorquiner um die Ohren gehauen.

6:7, 4:6, 0:0

Mit seiner Paradedisziplin, nämlich der Vorhand, erspielt sich Berrettini den Spielball. Doch genau die misslingt ihm dann, denn er schiesst sie geradewegs ins Netz.

3. Satz

Satz 3 beginnt wie Satz 2, nämlich mit Aufschlag Berrettini.

Fazit 2. Satz

Die Kräfteverhältnisse wurden in Set 2 etwas klarer: Der Linkshänder gab im gesamten Satz lediglich vier Punkte bei eigenem Service ab und nutzte dann endlich die zehnte Breakchance im gesamten Matchverlauf - das war die Vorentscheidung, zumindest in diesem Satz.

6:7, 4:6

Nach über zwei Stunden ist auch der zweite Satz also Geschichte: Zu Null fegt Nadal im letzten Aufschlagspiel dieses Durchgangs über Berrettini hinweg und sichert sich das 6:4.

6:7, 4:5

Nadal ist fest entschlossen, diesen Satzgewinn nun perfekt zu machen. Einem wuchtigen Schmetterball lässt er Serve-and-Volley im zweiten Punkt folgen - 30:0.

6:7, 4:5

Und der ballt die Faust - mit dem 4:5 bleibt er im Satz, und das war für ihn in genau diesem Moment unheimlich wichtig. Jetzt wäre es aus seiner Sicht aber mal Zeit für ein Break. Denn einen 2:0-Satzrückstand sollte er sich besser nicht einhandeln.

6:7, 3:5

Ass Nummer 8 vom Italiener, glatt durch die Mitte mit über 200 km/h.

6:7, 3:5

Zweiter Aufschlag auf den Körper und dann die Vorhand cross - manchmal kann Tennis so einfach sein. 5:3 Nadal.

6:7, 3:4

Auch den zweiten Spielball lässt er liegen, wieder so ein Fehler ohne Not. Damit das auch mal an dieser Stelle erwähnt wurde: Nadal spielt längst nicht das Niveau, das man von ihm gewohnt ist.

6:7, 3:4

Der Spanier ist auf dem besten Wege, das Break zu vergolden, und dann das: Bei 40:15 unterläuft ihm der dritte Doppelfehler.

6:7, 3:4

Und nach sage und schreibe zehn Breakbällen ist es dann endlich da: Das vom Spanier langersehnte Break! Berrettinis Rückhand-Slice ist zu flach und damit steht es jetzt 4:3 für die Nummer 2 der Welt.

6:7, 3:3

Zwei Breakbälle Nadal! Berrettini hat mit dem Vorhand-Stopp die richtige Idee, doch es fehlen ausgerechnet jetzt die nötigen Prozent Konzentration und die Filzkugel prallt von der Netzkante zurück.

6:7, 3:3

Der Plan von Nadal ist logisch: Den Gegner mürbe spielen und viel ans Laufen kriegen. Das gelingt ihm bei eigenem Aufschlag sehr gut, da hat er erst neun Punkte abgegeben. Die logische Folge: Das 3:3.

6:7, 3:2

Die Zahl zwölf - das sind die bislang unerzwungenen Fehler von Nadal - mag zwar bei insgesamt 125 Punkten wenig sein, doch die leistet er sich wirklich zur Unzeit aus seiner Sicht. So macht er es seinem Kontrahenden in diesem Fall einfach, den Spielgewinn einzutüten. Zum erst zweiten Mal muss Berrettini keinen Breakball abwehren.

6:7, 2:2

Es wurde im Vorfeld spekuliert, inwieweit der körperliche Aspekt eine Rolle spielen könnte. Nadal stand fünf Stunden weniger auf dem Court bislang als sein Gegner. Dem fehlt vor allem als Returnspieler ab und an der notwendige Schritt. Deswegen bleibt es auch dabei, dass Nadals Aufschlag weiterhin ungefährdet ist.

6:7, 2:1

Wir zählen neun vergebene Breakchancen bei Nadal, dafür aber keine genutzte. Und das bleibt auch so. Der Spanier kloppt den Vorhand-Return ins Netz und schenkt seinem Gegner quasi wieder die Führung.

6:7, 1:1

Ach herrlich! Die Vorhand inside-out von Berrettini landet punktgenau vor der Seitenlinie in Nadals Vorhandecke - und weg ist die die Breakchance.

6:7, 1:1

Breakball Nadal, das kommt uns doch bekannt vor. Er verwickelt seinen Gegner in eine lange Rally mit vielen Rückhandbällen. Und genau so einer schafft es bei der Nummer 25 der Welt nicht übers Netz.

6:7, 1:1

Bei eigenem Aufschlag macht Nadal aber weiterhin artig seine Hausaufgaben und erledigt die Sache zu Null.

6:7, 1:0

Und er lässt dem Ganzen den passenden Abschluss folgen. Wieder versenkt er die Vorhand in Nadals Vorhandecke und geht zum ersten Mal im Match in Führung.

6:7, 0:0

Auch den zweiten Breakball kann der Mallorquiner nicht nutzen. Eine wunderbare Vorhand-Topspin-Kombination in beide Ecken zeigt echte Wirkung.

6:7, 0:0

Berrettini bekommt früh Gegenwind, muss schon wieder einen Breakball abwehren. Das macht er aber mit aller Überzeugung und nimmt den Vorhand-Volley mit voller Wucht und zwingt Nadal so zum Fehler.

2. Satz

Nach einer kurzen Pause, in der der Spanier mal eben die Klamotten wechselte, geht es nun weiter. Berrettini serviert zum Auftakt des zweiten Satzes.

Fazit 1. Satz

Es war ein hoch intensiver offener Schlagabtausch in diesem ersten Durchgang. Nadal liess ganze sechs Breakchancen liegen, liess selber nicht eine zu, musste dann zwei Satzbälle abwehren und nutzte dann seine zweite Chance im Tie-Break. Allein diese Aneinanderreihung von entscheidenden Momenten zeigt, was dieses Halbfinale zu bieten hat.

6:7

Wahnsinn! Nach 74 Minuten ist dieser erste Satz nun tatsächlich zu Ende und er geht mit 8:6 im Tie-Break an Rafael Nadal, der in Jürgen-Klopp-Manier die Fäuste ballt! Berrettinis Vorhand von der T-Linie ist mehr als einen Meter zu lang.

6:6

Was für eine Schlacht ist dieses Match bitte?! Die beiden bekriegen sich fast schon an der Grundlinie und lauern auf den Fehler des jeweilig anderen. Berrettini ist es am Ende, dem genau dieser unterläuft. Zweiter Satzball für Nadal.

6:6

Und auch der zweite Satzball ist weg! 18. Unforced Error von Berrettini, diesmal klappt der Stopp mit der Vorhand eben nicht, auch der schafft es nicht ins andere Feld. 6:6, wieder werden die Seiten gewechselt.

6:6

Aber den lässt er liegen! Nadal rutscht beim Return weg, der segelt ganz krumm ins Feld. Doch auch sein Gegner hat Schwierigkeiten und schiesst die Vorhand ins Netz. 6:5.

6:6

Ist das stark vom Italiener, er holt sich zwei Satzbälle - und wie! Er holt den Stopp raus und ist dann sofort am Netz, als Nadal zum Gegenstopp ansetzt und platziert den Volley genau auf die Baseline!

6:6

Den zweiten Punkt bei eigenem Service holt er sich jedoch mit aller Cleverness: Den Gegner nach Aussen ziehen und dann in die leere Ecke abschliessen.

6:6

Fast schon wütend eilt der Spanier vor ans Netz und hat auch etwas Glück, dass Berrettinis Lob knapp hinter die Grundlinie segelt.

6:6

Und den Punkt holt er sich! Nadals Rückhand-Return ist ein gutes Stück zu lang - 5:2.

6:6

Zwei Punkte in Folge für Nadal, das wurde aber auch höchste Zeit aus seiner Sicht. Der zweite war wahrlich ein Geschenk von Berrettini, der nun noch einmal nach dem Seitenwechsel serviert.

6:6

Und noch einer hinterher! Schwacher zweiter Aufschlag von Nadal und dann ein wunderbarer Rückhand-Winkelball genau an die Aussenlinie in Nadals Vorhand.

6:6

Auch der dritte Punkt geht an den Italiener, das ist ja unfassbar.

6:6

Und der 23-Jährige legt nach: Nadals Return landet im T-Feld und lässt ihm freie Wahl. Den versenkt er ohne Probleme im offenen Feld.

6:6

Oha, das geht ja gut los. Nadal unterläuft der zweite Doppelfehler, damit hat Berrettini das Mini-Break!

6:6

Sagte ich was von Druck?! Davon war mal gar nichts zu sehen, Nadal sieht absolut kein Land bei diesem Service Game und macht nicht einen einzigen Punkt. Es geht also in den Tie-Break.

5:6

Das ging, selbst für Nadal-Verhältnisse doch rasch: Er hält sich keine zwei Minuten mit seinem Aufschlagspiel auf und gewinnt dieses zum zweiten Mal im Matchverlauf zu Null. Jetzt liegt der Druck also wieder beim Italiener.

5:5

Und er gleicht tatsächlich wieder aus! Seine Aufschlagspiele ähneln sich zunehmend: Nadal kommt zu Chancen, kann sie aber nicht nutzen. Und so ist es die logische Konsequenz, dass dieser erste Satz nicht mit sechs Spielen zu gewinnen ist.

4:5

Der Italiener kann auch in den langen Rallys mithalten, das beweist er ein ums andere Mal. Er zögert auch nicht, vor ans Netz zu eilen und Nadal so zum Passierball zu zwingen. Aber der segelt deutlich ins Aus.

4:5

Und exakt den gleichen Aufschlag bringt er auf der anderen Seite auch und spielt dann den gefühlvollen Stopp. Tolle Kombination!

4:5

Aber der fällt (noch) nicht und kontert mit einem astreinen Service-Winner nach Aussen.

4:5

Break- und Satzball Nadal! Bewusst geht er auf die Rückhand seines zehn Jahre jüngeren Gegners und erzwingt den Fehler.

4:5

Und dann packt er wieder den Stopp aus, den Nadal nicht erlaufen kann. Das fünfte Ass gibt's nach einer misslungenen Challenge von Nadal noch mit dazu.

4:5

Jetzt könnte es ungemütlich werden für den gebürtigen Römer: Er wählt auf Nadals Rückhand mit dem eigenen Slice die falsche Antwort und schlägt den ins Aus. 0:30.

4:5

"Vamos!", brüllt der Mann aus Manacor, als er das 5:4 perfekt macht. Das allein beweist, wie ernst er seinen Gegner nimmt, der bis hierhin einen guten Auftritt hinlegt.

4:4

Seltsame Szene: Der Stuhlschiedsrichter gibt Nadals Aufschlag Aus, woraufhin der Spanier die Challenge nimmt. Die zeigt: Der Ball landete sogar noch vor der T-Linie. Ungläubigkeit allenthalben. Der Verdacht liegt nahe, dass der falsche Ball überprüft wurde, weil Berrettini den Aufschlag ins eigene Feld hat abprallen lassen.

4:4

Es wird laut im Arthur Ashe Stadium und das auch aus gutem Grund. Wieder kann der Italiener ausgleichen, sein erster Aufschlag kommt genau im richtigen Moment und Nadals Return nicht übers Netz.

3:4

Wieder Breakball, nachdem Nadal die Rückhand umlaufen und Berrettini so zum Fehler zwingen kann. Doch im folgenden Punkt erwischt er den Ball, nicht zum ersten Mal, mit dem Rahmen und vergibt die Breakchance.

3:4

Den ersten wehrt er mit einem Ass ab, das auch nach der Challenge seine Gültigkeit behält und auch beim zweiten sieht Nadal keinen Stich. Es geht über Einstand.

3:4

Und jetzt hat Nadal zwei Breakchancen, Berrettini unterläuft sein erster Doppelfehler.

3:4

Feines Händchen von Nadal! Berrettini drängt ihn mit dem Aufschlag fast an die hintere Bande, doch dann packt der Spanier den Vorhand-Passierball auf die Rückhandseite aus - mit dem hatte der Italiener nicht gerechnet.

3:4

Und den nutzt er gnadenlos! Kick-Aufschlag nach Aussen und dann die Vorhand ins offene Feld, die Kombination ist immer gerne genommen.

3:3

Pech für Berrettini, seine Vorhand Topspin bleibt an der Netzkante kleben. Spielball Nadal.

3:3

Wir notieren den ersten Doppelfehler der Partie - und der kommt überraschenderweise von Nadal. 30:30, jetzt könnte es interessant werden.

3:3

Also der Mann hat definitiv einen Plan! Er weiss, dass Nadal weit hinter der Grundlinie steht und agiert dann mit dem Stopp. Und: Er setzt immer wieder seine Vorhand clever ein. Wenn es sein muss, auch mit roher Gewalt, wie beim Punkt zum abermaligen Ausgleich,

2:3

Ein weiterer Beleg folgt sogleich: Nadal fährt zu Null das 3:2 ein und schlägt auch sein zweites Ass. 20 Punkte hat der Spanier bislang gewonnen, 14 der Italiener.

2:2

Obwohl der Youngster seinen ersten Aufschlag besser im Griff hat als sein Gegner, muss er mehr für seine Spielgewinne arbeiten. Aber das macht ja erstmal nichts, solange es aus seiner Sicht so läuft wie momentan und er nachziehen kann.

1:2

Es bleibt alles in der Reihe und auch unspektakulär. Nadal lässt beim Aufschlag nichts anbrennen und geht wieder in Führung.

1:1

Nervenstark, was der Wahl-Monegasse anbietet. Er wehrt zwei Breakbälle ab und schnippelt dann den Vorhand-Stopp unerreichbar für Nadal kurz hinters Netz und gleicht somit aus.

0:1

Auch der zweite Spielball ist futsch - Nadal kann die Rückhand umlaufen und versenkt die Vorhand Topspin cross in der Vorhandecke seines Gegners.

0:1

Und das zweite Ass mit 212 km/h gibt's noch oben drauf!

0:1

Aber den kann er nicht nutzen. Allen voran dank Berrettinis starkem Aufschlag, an den er nur mit Mühe und Not überhaupt rankommt.

0:1

Er muss über Einstand und verschlägt dann noch eine Vorhand im selben Muster. Nadal hat den ersten Breakball der Begegnung.

0:1

Seinen ersten Spielball kann der Italiener jedoch nicht nutzen, er schiesst die Vorhand-Longline hinter die Grundlinie.

0:1

Er beginnt stark, serviert ebenfalls sein erstes Ass, sogar beim ersten Punkt.

0:1

Solider Beginn des Mallorquiners, er lässt nur einen Punkt seines Gegners zu und sichert sich das erste Spiel des Abends. Mal schauen, wie sich Berrettini nun bei eigenem Service anstellt.

0:0

Und da sehen wir auch schon das erste Ass, glatt durch die Mitte - und das beim zweiten Punkt.

1. Satz

Rafa Nadal hat Aufschlag und eröffnet dieses zweite Halbfinale, los geht's!

Einschlagen

Die Spieler sind nun auf dem Court des Arthur Ashe Stadium, haben die Seitenwahl bereits absolviert und schlagen sich ein. In wenigen Minuten beginnt dieses zweite Halbfinale.

Head To Head

Kaum zu glauben, aber es ist so: Diese Halbfinalpartie ist das erste Aufeinandertreffen zwischen Berrettini und Nadal. Der Italiener trifft also zum ersten Mal auf den Mann, der ihn zum Tennissport gebracht hat - im Jahr 2005, als er eigentlich als kleiner Bub auf sein Lieblingscartoon im TV-Programm wartete. Was kam, war jedoch eine sechsstündige Nervenschlacht zwischen dem Matador und Guillermo Coria beim Masters in Rom. Auch deshalb ist der Spanier für ihn "der grösste Kämpfer, den es jemals in dieser Sportart gegeben hat. Es ist unglaublich, was er macht. Ich bewundere ihn für das, was er auf dem Court macht. Seine Einstellung ist meiner Ansicht nach nahe an der Perfektion." Alle Experten und Beobachter sind sich einig: Wenn Nadal nur annähernd das auf den Platz bringt, wird Berrettini kaum eine Chance haben.

Erster Finalist steht fest

Das erste Halbfinale ist soeben zu Ende gegangen! Daniil Medvedev bezwingt Grigor Dimitrov mit 7:6 (7:5), 6:4 und 6:3 und steht damit nicht nur als erster Finalist fest, sondern auch zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Finale.

Nadals Weg ins Halbfinale

Man sagt ja gerne, der Mann, der mit links Tennis spielt, obwohl er Rechtshänder ist, schert sich nicht grossartig um den Rest der Welt und geht seinen Weg. Ob das immer so stimmt, sei dahingestellt, doch auf seinen Weg ins Semifinale trifft der Satz definitiv zu. Er hatte leichtes Spiel mit John Millman in der 1. Runde (6:3, 6:2 und 6:2) und in der 2. Runde sogar frei, da sein Gegner Thanasi Kokkinakis verletzungsbedingt nicht antreten konnte. Auch Hyeong Chung, der in den beiden Duellen zuvor ein lästiger Gegner war, war keine grosse Hürde. Der südkoreanische Qualifikant verlor mit 3:6, 4:6 und 2:6. Seinen einzigen Satzverlust im gesamten Turnier erlitt der 33-Jährige dann beim 6:3, 3:6, 6:1 und 6:2-Erfolg gegen den US-Open-Sieger von 2014, Marin Cilic. Im Viertelfinale stoppte er schliesslich Zverev-Bezwinger Diego Schwartzman mit 6:4, 7:5 und 6:2.

Nadal bei den US Open

Zum achten Mal steht "Rafa" nun im Halbfinale am Big Apple, doch lediglich drei Mal, nämlich 2010, 2013 und 2017 konnte er das Turnier dann auch gewinnen. 2008, 2009 und im vergangenen Jahr war seine Reise an der Station Halbfinale zu Ende, 2011 verlor er in vier Sätzen gegen Novak Djokovic. Doch vor allem sein erster Sieg in Flushing Meadows wird ihm immer in Erinnerung bleiben, allein, weil er mit diesem den Karriere-Grand-Slam perfekt machte - und das als erst achter Spieler in der Geschichte, damals im Alter von 24 Jahren. Zudem ist er neben Andre Agassi der einzige Spieler, der sogar den Golden Slam, also auch Olympisches Gold gewann.

Nadal 2019

Rafel Nadal wiederum konnte auch in diesem Jahr bereits Turniersiege feiern: Drei an der Zahl, oder anders gesagt seine Karrieretitel 81 (Masters in Rom), 82 (French Open) und 83 (Rogers Cup). Mit dem Sieg in Roland Garros stellte er zudem einen neuen Rekord auf, denn es war sein zwölfter Sieg dort - das hat noch niemand vor ihm bei einem Grand-Slam-Turnier geschafft. Auch bei den Masterstiteln ist er nun Spitze, mit seinen 35 Erfolgen hat er zwei mehr als Novak Djokovic. 2019 hat er bereits 46 Matches gewonnen, bei nur sechs Niederlagen. Macht ein Preisgeld von über 8 Millionen US-Dollar. Oder kurz gesagt: Läuft ganz gut bei ihm.

Berrettinis Weg ins Halbfinale

Zum ersten Mal in seiner Laufbahn steht Berrettini im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers und das kam so: In der 1. Runde bezwang er den französischen Routinier Richard Gasquet in vier Sätzen. Gleiches gelang ihm dann in Runde 2 und 3 gegen Jordan Thompson und Alexei Popyrin aus Australien. Im Achtelfinale gewann er sogar glatt gegen den unorthodox spielenden Russen Andrey Rublev. Und dann folgte das wohl epischste Match im gesamten Turnier gegen den ohnehin für Spektakel bekannten Gael Monfils. In fast 3:57 Stunden und fünf Sätzen lieferten sich der Italiener und der Franzose einen ausgeglichenen, fast schon wahnsinnigen Schlagabtausch, der schlussendlich mit 3:6, 6:3, 6:2, 3:6 und 7:6 (7:5) an den heutigen Halbfinalisten ging.

Berrettini bei den US Open

Erst zum dritten Mal ist der Wahl-Monegasse in Flushing Meadows dabei, zum zweiten Mal im Hauptfeld. Bei seiner ersten Teilnahme 2017 scheiterte er in der 2. Qualifikationsrunde an einem gewissen Stefanos Tsitsipas, der heuer in Runde 1 ausschied, aber zur selben Generation junger Spieler gehört, die den grossen Dreien (Federer, Nadal, Djokovic) Druck macht. Im vergangenen Jahr unterlag der 23-Jährige Lokalmatador Denis Kudla in der 1. Runde glatt in drei Sätzen.

Berrettini 2019

Zwei Turniersiege konnte Matteo Berrettini in diesem Jahr schon feiern: In Budapest gewann er Ende April auf Sand (Finalsieg: 4:6, 6:3, 6:1 gegen Filip Krajinovic) und in Stuttgart (6:4, 7:6 (13:11) gegen Felix Auger-Aliassime) Mitte Juni, und damit kurz vor Wimbledon, auf Rasen. Auch in München, nur eine Woche nach dem Sieg in Budapest, stand er im Finale, verlor dort jedoch in drei Sätzen gegen Christian Garin aus Chile. Doch allein diese Erfolge führten dazu, dass er am 24. Juni erstmals die Top 20 des ATP-Rankings erreichte. Als Vorbereitung auf den amerikanischen Hartplatz spielte der gebürtige Römer lediglich die Western And Southern Open in Cincinnati, schied dort jedoch gleich in der 1. Runde gegen Juan Ignacio Londero aus Argentinien aus.

Halbfinalisten

Was auch anders ist als bei den Damen, ist der Fakt, dass es mit Grigor Dimitrov ein ungesetzter Spieler in dieses Semifinale geschafft hat. Sein Gegner Daniil Medvedev ist die Nummer 5 der Welt und auch der Setzliste. Im nun folgenden zweiten Match trifft die Nummer 24, Matteo Berrettini, auf die Nummer 2, nämlich Rafael Nadal.

Deutsche Bilanz

Anders als bei den Damen, wo mit Julia Görges lediglich eine das Achtelfinale erreichte, waren es bei den Männern mit Alexander Zverev und dem Qualifikanten Dominik Köpfer immerhin zwei Teilnehmer, denen dies gelang. Für Zverev war dann der Argentinier Diego Schwartzman zu stark. Köpfer unterlag zuvor Daniil Medvedev ebenfalls in vier Sätzen, war jedoch eine der Überraschungen des Turniers. Dennoch herrscht weitestgehend Unzufriedenheit über das Abschneiden beim letzten Grand-Slam-Turnier des Tennisjahr 2019, Eurosport-Experte Boris Becker bezeichnete Zverevs Leistung jedoch als "Lichtblick".

Halbfinaltag

Es ist Halbfinaltag bei den Herren in Flushing Meadows! Kaum zu glauben, wie schnell zwei Wochen eines Grand Slams vorbeigehen und das, obwohl die Tage doch so lang sind. Heute wird die Finalbegegnung der Herren ausgespielt und genau darauf stimmen wir Sie nun ein, während wir auf das Ende des ersten Halbfinals zwischen Daniil Medvedev und Grigor Dimitrov warten. Dort hat Medvedev nach knapp zwei Stunden die 2:0-Satzführung (7:6 (7:5) und 6:4) perfekt gemacht.

Willkommen

Herzlich willkommen bei den US Open zur Halbfinalpartie zwischen Matteo Berrettini und Rafael Nadal.

Rafael Nadal hatte mit Diego Schwartzman hart zu kämpfen
© Jürgen Hasenkopf
Rafael Nadal

Rafael Nadal auf dem Weg zum 19. Grand-Slam-Titel? Es scheint so – zumal mit Novak Djokovic und Roger Federer die zwei Kollegen der Big Three mittlerweile ausgeschieden sind. Und Nadal in Topform ist: Nur einen Satz gab er im bisherigen Turnierverlauf ab, im Achtelfinale gegen Marin Cilic. Ansonsten stehen glatte Siege über John Millman, Hyeon Chung und Diego Schwartzman; in Runde 2 konnte Rafa zudem etwas Kräfte schonen, nachdem Thanasi Kokkinakis verletzungsbedingt nicht antreten konnte./

Wie man in New York gewinnt, weiß Nadal: 2010 (gegen Djokovic), 2013 (wieder gegen Djokovic) und 2017 (gegen Kevin Anderson) siegte der „Stier aus Manacor“. Und auch 2019 scheint alles angerichtet, zumal der Belag perfekt für die Spielweise Nadals scheint. Federer verglich ihn im Laufe des Turniers sogar mit Sand.

„Ich habe nun zwei Partien gegen zwei harte Gegner überstanden. Nun ist der Moment, wo ich das Level noch ein bisschen hochschrauben muss. Ich glaube wirklich daran, dass ich das schaffen kann.“, sagte Nadal nach seinem Sieg über Schwartzman, dem es im Vergleich zu den anderen beiden Partien in diesem Jahr gegen Nadal nicht gelungen war, einen Satz zu gewinnen, auch wenn er in Durchgang eins einen 0:4-Rückstand egalisierte, bevor Nadal das Tempo anzog.

Einer Aufsteiger des Jahres: Matteo Berrettini

Matteo Berrettini ist einer der beiden Überraschungsmänner in der Vorschlussrunde – neben Grigor Dimitrov. Der 22-jährige Italiener legte 2019 einen nicht vorhersehbaren Aufstieg hin, nach allem Gerede um die #NextGen war es nun ausgerechnet er, der in New York den Grand-Slam-Durchbruch schaffte.

Erst zu Beginn des Jahres hatte Berrettini die Top 50 im ATP-Ranking geknackt, Turniersiege in Budapest und Stuttgart folgten, ebenso ein Finale in München – nun also das Halbfinale in New York, wo er mit Andrey Rublev einen der Geheimfavoriten auf den Titel in drei Sätzen eliminierte und sich im Viertelfinale gegen Gael Monfils im Tiebreak des fünften Satzes durchfightete.

Das Duell zwischen Nadal und Berrettini ist das erste auf der Tour; und zumindest in der Theorie sollte Berrettini die Schläge haben, um offensiv in die Ballwechel gegen Nadal gehen zu können.

Wann spielt Nadal gegen Berrettini?

Das Match zwischen Rafael Nadal und Matteo Berrettini ist nicht vor 23.30 Uhr MESZ angesetzt, um 22 Uhr spielen allerdings zunächst Daniil Medvedev gegen Grigor Dimitrov. Eurosport überträgt, außerdem seid ihr via Livestream im Eurosport Player und auf DAZN sowie im Liveticker bei uns dabei!

Spannung bis zum Schluss! Wer holt sich in diesem Jahr den Titel? Setzt bei ComeOn mindestens 3x €10 US Open-Einzelwetten bei einer Mindestquote von 2.0. und habt die Chance auf einen Tennisschläger von Maria Sharapova, eine 10-Euro-Gratiswette sowie 10 Freispiele für den Slot Centre Court. Teilnahme ab 18. Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe unter www.bzga.de.

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von Florian Goosmann

Freitag
06.09.2019, 18:42 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.09.2019, 11:30 Uhr

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