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US Open: Petra Kvitova erschrocken von sich selbst

Petra Kvitova steht nach einer erfolgreichen Night Session ebenfalls im Achtelfinale der US Open 2020. Und versucht, sich noch an die ungewöhnliche Atmosphäre zu gewöhnen.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 05.09.2020, 16:05 Uhr

Petra Kvitova
© Getty Images
Petra Kvitova

Petra Kvitova hat sich heimlich, still und leise ins Achtelfinale von Flushing Meadows gespielt. Der Freitag? War überlagert vom Zverev/Mannarino-Chaos und dem Drama um die sechs vergebenen Matchbälle von Stefanos Tsitsipas. Kvitova? Gewann im Anschluss an Novak Djokovics Sieg mit 6:4, 6:3 gegen Jessica Pegula - und hat bis dato noch keinen Satz abgegeben./

Wobei, so ganz still und leise war's dann doch nicht. Kvitova, einer der ruhigeren Vertreterinnen ohne unnötiges Drama auf dem Court, zeigte sich dann doch etwas lauter beim Jubeln nach Punktgewinnen. Die im leeren Stadion dann doch überraschten. 

Komisch sei es, sagte Kvitova nach ihrem Erfolg. Denn normalerweise schreie sie auch so - was im allgemeinen Trubel aber unterginge. "Diesmal, immer wenn ich geschrien habe, dachte ich: 'Oh, das war zu laut! Oh nein, das war zu viel.'"

Am Ende des Tages, so die zweifache Wimbledonsiegerin, könne sie aber nichts dagegen machen. Und: "Ich denke, es ist besser, als nichts zu tun, wenn es mir danach ist. Es ist aktuell nun mal so, wie es ist." 

Kvitova ist froh, die US Open zu spielen

Sie freue sich im Übrigen, die Entscheidung getroffen zu haben, nach New York zu kommen. "Auch ohne Fans sind es wundervolle Stadien, tolle Plätze, eine tolle Organisation. Es ist immer noch ein Grand-Slam-Turnier. Und ich wüsste: Wenn ich nicht hergekommen wäre, hätte ich es eines Tages vielleicht bereut. Daher bin ich glücklich, dass ich hier bin."

Zumal Kvitova durchaus Chancen hat, noch länger zu bleiben. Die schnellen Plätze liegen ihrem schnellen Spiel, auch die Auslosung hat es gut gemeint mit der an Position sechs gesetzten Tschechin. Die Aufgaben um Irina-Camelia Begu, Kateryna Kozlova und nun eben Pegula hat Kvitova souverän in jeweils zwei Sätzen gelöst, das Achtelfinale gegen Shelby Rogers scheint ebenfalls machbar. Zumal das fehlende Publikum in diesem Falle auch sein Gutes hat: "Da bin ich froh, dass keine Zuschauer da sind, sonst würden sie wohl gegen mich jubeln", so Kvitova pragmatisch. "Das ist eine gute Seite an der ganzen Sache."

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von Florian Goosmann

Samstag
05.09.2020, 16:47 Uhr
zuletzt bearbeitet: 05.09.2020, 16:05 Uhr