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US Open: Ein Rekord, der zum Nachdenken anregen sollte

Das Rekord-Match zwischen Ben Shelton und Carlos Alcaraz war nur aus sportlicher Sicht Werbung für den Tennissport. Ein Kommentar.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 09.09.2026, 11:31 Uhr

Carlos Alcaraz und Ben Shelton lieferten sich einen tollen Kampf
© Getty Images
Carlos Alcaraz und Ben Shelton lieferten sich einen tollen Kampf

Nein, eine Debatte um den Best-of-five-Modus soll an dieser Stelle gar nicht erst eröffnet werden. Welcher Zauber diesem Format innewohnt, haben nicht erst die spektakulären Siege von Frances Tiafoe und Ben Shelton am ersten Viertelfinaltag der US Open gezeigt. Über eine andere Sache sollte man nach dem epischen Late-Night-Thriller zwischen Shelton und Alcaraz allerdings sehr wohl diskutieren.

Denn das Rekord-Ende um 3:33 Uhr war in den Tagen von New York längst kein Ausreißer mehr, sondern nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs. In erschreckender Regelmäßigkeit endete die Night Session im Arthur Ashe Stadium weit nach Mitternacht, frag nach bei Alexander Zverev. Nicht nur für die Spieler stellt das eine große Belastung dar.

Eine Zumutung für Fans und Co.

Beim Match zwischen Alcaraz und Shelton rückte etwa schon während der Partie der Putztrupp aus, wie Videos in den sozialen Medien zeigten. Kein Wunder: Die Reinigung eines über 23.000 Zuschauer fassenden Stadions braucht Zeit - und Elena Rybakina wird gegen Qinwen Zheng ja schon um 11:30 Uhr Ortszeit ihre Jagd nach der Nummer eins fortsetzen.

Auch für Journalisten und Fans sind die späten Enden eine Zumutung, zumal der Arbeitstag für Medienschaffende nach dem Matchball ja noch lange nicht vorbei ist. Und welcher berufstätigte Zuschauer kann es sich unter der Woche schon leisten, bis frühmorgens in Flushing Meadows zu verweilen?

Es wird Anpassungen brauchen

Wie es gehen kann, haben die French Open in Paris gezeigt, wo seit jeher nur ein Match am Abend stattfindet. Gewiss: Gerade die Night Sessions in Melbourne und New York haben eine große Tradition. Doch Tradition ist kein Freifahrtschein für einen Spielplan, der Profis, Journalisten und Zuschauer regelmäßig schlaflose Nächte beschert.

Um Anpassungen wird man deshalb über kurz oder lang aber nicht herumkommen. Denn wenn ein Instant Classic wie Shelton gegen Alcaraz am Ende vor halbleeren Rängen stattfindet, ist das kein Beleg für die Magie der Night Session. Es ist ein Warnsignal für alle Beteiligten.

Hier das Einzel-Tableau in Flushing Meadows

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Mittwoch
09.09.2026, 11:25 Uhr
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