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US-Open-Überraschung Oscar Otte: "Mir war nicht danach, einfach aufzugeben"

Oscar Otte war eine der größten Überraschungen bei den US Open 2021. Der Kölner verließ das Turnier verletzt, im Oktober hofft er, wieder spielen zu können.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 16.09.2021, 09:36 Uhr

Oscar Otte hat in New York ein großartiges Turnier hingelegt
© Getty Images
Oscar Otte

Er habe sich ein Knochenmarködem zugezogen, müsse die kommenden zwei bis vier Wochen eine Schiene tragen, um die Hand ruhig zu stellen. "Ich denke, dass ich Mitte/Ende Oktober wieder ins Turniergeschehen einsteigen werde", erklärte er im Gespräch mit tennismagazin.de.

Otte hatte sich die Verletzung bei einem Sturz im vierten Satz im Achtelfinalmatch gegen Matteo Berrettini zugezogen, "in dem Moment total frustrierend", so der Weltranglisten-141. "Es war so ein besonderes Match und ein besonderer Tag." Er habe schnell gemerkt, dass das Match damit gelaufen sei - bitter, weil es bis dahin auf Augenhöhe geführt worden war. Das Spiel zu beenden, daran habe er aber nicht gedacht. "Ich wollte nicht mit einer Aufgabe das Turnier beenden. Mir war nicht danach, einfach aufzugeben."/

Nicht nur bei seinen Matches, auch bei den anderen Duellen der deutschen Akteure war die gesamten US Open hinweg ein kleiner Junge zu hören, der die DTB-Profis fast durchgehend pushte. Auch Otte hat ihn freilich wahrgenommen und von seiner Unterstützung gezehrt. "Ich hab mich gewundert, wie man so viel Energie haben kann. Vor allem: Das Sonego-Match ging über vier Stunden, da hat er vier Stunden durchgeschrien. Das kann auch den Gegner extrem nerven. Es ist immer gut, wenn so jemand im Publikum sitzt. Es war witzig und es pusht auch extrem."

Oscar Otte, Andreas Mies, Peter Gojowczyk halten zusammen

Zwei Spielerkollegen waren Otte auch eine große Hilfe in New York. Andi Mies, ein enger Freund mit dem er früher auch auf Future- und Challenger-Turnieren gespielt habe, war "ein Vertrauenspunkt, zu dem ich rausgucken konnte", so Otte. "Ich weiß, dass er komplett hinter mir steht, egal, wie ich spiele, egal, welches Match es ist – ob es ein großer Platz in New York oder, wie früher beim Future, irgendwo auf einer Kuhweide. Das hat mir gut getan." Und Peter Gojowczyk, ebenso wie Otte aus der Qualifikation ins Achtelfinale gerauscht, mit dem er sich stets eingespielt habe - und vor Gojowczyks Matches im Gegenzug ihn. 

Gojowczyk war aufgrund der Spielansetzungen immer einen Tag vor Otte dran und habe ihm stets motiviert, nachzuziehen. "Es war ein Ding zwischen uns. Wir hätten beide nicht damit gerechnet, dass es so gut klappt."

Das gesamte Interview mit Oscar Otte lest ihr hier!

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von Florian Goosmann

Donnerstag
16.09.2021, 13:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.09.2021, 09:36 Uhr