Wimbledon 2026: Lilli Tagger - „Gegen Serena wäre ich wohl sehr nervös gewesen“
Große Vorfreude auf den ersten Einsatz im Hauptfeld in Wimbledon, Daumen drücken für die Fußballer und ein Doppel mit Anastasia Potapova: Lilli Tagger ist für London bereit.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
27.06.2026, 11:50 Uhr

Lilli Tagger hat am heutigen Samstag die Festivitäten des Mein Weekends eröffnet, um Punkt zehn Uhr ist die Osttirolerin mit Ihrer Medien-Beraterin Fabienne Benoit in den Interview Room 5 eingelaufen. In sehr guter Laune - aber what else is new? Für Tagger steht die erste Teilnahme im Hauptfeld in Wimbledon an, es geht gegen die Thailänderin Lanlana Tararudee, gegen die Tagger in der dritten Runde der Qualifikation für die Australian Open 2026 verloren hat.
Aber die werden ja auf Hartplatz ausgetragen, jetzt ist Rasen angesagt. Gibt es da schon ein übergeordnetes Gefühl? „Ich habe vorher nicht wirklich gewusst, was mich erwartet“, erzählt Lilli Tagger also. „Ich habe bis jetzt schon zwei Jahre mit den Juniors gespielt, was natürlich etwas anderes ist. Ich glaube, ich habe ein Spiel, was ich recht gut auf Rasen einsetzen kann. Natürlich gibt es noch extrem viel dazu zu lernen, weil ich habe extrem wenig bis jetzt auf Rasen gespielt.“
Tagger ist mit ihrer Trainerin Francesca Schiavone schon länger auf englischem Rasen, zuletzt setzte es in der Qualifikation für Eastbourne eine knappe Niederlage gegen Anastasia Zakharova. Am Freitag stand eine Übungseinheit mit Anhelina Kalinina an, das Wochenende wird auch noch bis zum Anschlag genutzt werden.
Übergeordnet ist das große Thema bei den Frauen in Wimbledon 2026 sicherlich das Comeback von Serena Williams. „Ich habe früher nicht so viel von ihr mitgekriegt, wenn ich ehrlich bin“, so Lilli Tagger. „Aber es ist natürlich generell für die ganze Sportwelt etwas Besonderes, dass jetzt auf einmal die Queen wieder da ist. Ich würde gerne wissen, wieso sie es macht, weil sie hat gefühlt alles gewonnen, was man gewinnen kann. Aber es ist was Cooles natürlich auch für uns zum Anschauen. Natürlich, in anderer Hinsicht hätte ich sehr, sehr gerne gegen sie gespielt, aber ich glaube, auf der anderen Seite wäre ich ja ziemlich nervös gewesen.“
Nervosität herrscht derzeit auch bei den österreichischen Fußball-Fans. Denn das Weiterkommen ins 16tel-Finale bei der WM in Kanada, Mexiko und den USA ist in Gefahr. „Ich verfolge jetzt nicht extrem viel Fußball, aber seitdem die WM ist und Österreich dabei ist, bin ich auch voll dabei“, so Lilli Tagger. „Deswegen, die Daumen sind wieder extrem gedrückt für heute Abend, wenn sie spielen. Ich hoffe natürlich, dass wir es gewinnen.“
Im Doppel wird Lilli Tagger in Wimbledon mi Anastasia Potapova spielen, wie schon in Linz. Da hätte man sich erstmals näher kennengelernt, seitdem den Kontakt aufrecht erhalten. Und am Montag können sich die beiden auch gleich die Türklinke zu Court 8 in die Hand geben: Denn das Match von Potapova gegen Jessica Bouzas Maneiro ist direkt nach jenem von Tagger gegen Tararudee angesetzt.
Hier das Einzel-Tableau der Frauen
