Wimbledon: „Fery“-Tale geht weiter - mit Sieg über Bergs im Achtelfinale
Arthur Fery ist der letzte verbliebene Engländer im Einzel-Tableau. Und hat am Samstag erneut die Fans begeistert.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
04.07.2026, 20:30 Uhr

Kurz vor 19 Uhr Ortszeit hat man sich am Samstag aus der Ferne ein bisschen gewundert: Warum nur hatten sich so viele Menschen auf dem Henman Hill eingefunden? Was lief da auf den großen Bildschirmen, die an der Außenseite des No. 1 Courts angebracht sind? Berrettini gegen Dimitrov? Ein bisschen Bublik gegen Tiafoe? Von wegen! Arthur Fery war es, der seine Landsleute in Ekstase versetzte.
Der aber bestritt seinen Marathon gegen Zizou Bergs auf dem legendären Court 18, genau dort also, wo sich John Isner und Nicolas Maut dereinst über drei Tage lang das längste Match der Wimbledon-Geschichte geliefert hatten. Die Partie begann nicht gut für Fery, den letzten verbliebenden Briten im Einzel-Tableau von Wimbledon 2026. Denn schon nach wenigen Minuten musste der Physio auf den Court: Fery hatte starkes Nasenbluten.
Fery gegen Berrettini oder Dimitrov
Von da an aber ging es bergauf - und zwischenzeitlich auch wieder bergab für den Lokalmatador, der in seiner vorherigen Begegnung gegen Otto Virtanen an selber Stelle auf die Unterstützung von Prinzessin Kate bauen konnte. Nach 4:39 Stunden bebte der Henman Hill, dann stand nämlich das 2:6, 7:5, 2:6, 7:6 (3) und 7:6 (5) auf der Anzeigetafel.
Genau so ein Ergebnis hat es gebraucht für die gebeutelten britischen fans: Jack Draper nicht dabei, Emma Raducanu auch nicht. Wer sollte da die Kohlen aus dem Feuer holen? 2026 wird Arthur Fery der einzige Kandidat dafür bleiben. Hat das „Fery“-Tale also noch ein Kapitel zu bieten? Die Antwort wird es am Montag geben: entweder gegen Matteo Berrettini oder Grigor Dimitrov. Die Fans werden sich dafür wieder versammeln. Aber Arthur Fery mit großer Wahrscheinlichkeit auf entweder dem Centre oder dem No. 1 Court zujubeln dürfen.
Hier das Einzel-Tableau der Männer
