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Roman Safiullin – das qualifizierte Stehauf-Männchen

Den Achtelfinal-Einzug in Wimbledon dürfte sich kaum ein Spieler so hart erarbeitet haben wie Roman Safiullin. Nach erfolgreicher Qualifikation mit einem Fünfsatz-Erfolg in der Finalrunde, musste der Russe auch in den ersten beiden Runden im Hauptfeld über die volle Distanz gehen, ehe er nach Andrey Rublev mit Joao Fonseca einen weiteren großen Namen aus dem Turnier nehmen konnte.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 04.07.2026, 08:35 Uhr

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Mit erfolgreicher Qualifikation und Siegen gegen große Namen schreibt Roman Safiullin in Wimbledon seine persönliche Cinderella-Story.

Schon Alexander Zverev betonte 2023 nach seiner glatten Zweisatz-Niederlage beim ATP-Masters-Turnier in Shanghai die Gefährlichkeit seines damaligen Gegners Roman Safiullin. Als Spieler des gleichen Jahrgangs kreuzten sich die Wege der beiden Spieler schon seit frühester Jugend, zudem schmückte er sich 2015 bei den Australian Open ebenfalls mit einem Junioren-Grand-Slam-Titel und spielte sich in der Jugend-Weltrangliste auf Platz 2.

Doch der Übergang zu den Herren verlief für Safiullin im Vergleich zum deutschen Davis-Cup-Spieler schleppend. Der Sprung in die Top 40, ohne einen ATP-Titel errungen zu haben, war dabei bislang das höchste der Gefühle. Zudem musste er nach den letztjährigen US Open aufgrund einer schweren Verletzung pausieren, mit der Ungewissheit, ob er überhaupt wieder auf die Tour zurückkehren werde.

Doch der Weg zur Rückkehr war steinig. Trotz beachtlicher Resultate auf der Challenger-Tour reiste der aktuelle Weltranglisten-132. ohne Hauptfeld-Saisonsieg auf ATP- oder Major-Ebene nach Wimbledon, wo er in der Qualifikation antreten musste. Die ersten beiden Runden liefen ohne Satzverlust beinahe nach Wunsch, ehe in der Finalrunde, die in Wimbledon als einziges Major best-of-five gespielt wird, der qualvolle Weg beginnen sollte.

Gegen einen aggressiv und stark auftrumpfenden Jerome Kym aus der Schweiz musste der 29-Jährige aus der Defensive schon alles aufbieten, um das Match in fünf Sätzen nach Hause zu bringen. Mit der reinen Belohnung für ein Erstrunden-Match gegen seinen favorisierten Landsmann Andrey Rublev wollte er sich nicht zufriedengeben und triumphierte ebenfalls in fünf Sätzen. Und schon mal auf den Geschmack gekommen, spielte er anschließend auch gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp seine ganze Marathon-Erfahrung im Turnier aus und ließ sich den nächsten Five-Setter ebenfalls nicht nehmen.

Beinahe “enttäuschend” mutete da schon an, dass er gegen den brasilianischen Youngster Joao Fonseca von Anfang bis Ende dominierte und diesen überraschen glatt in drei Sätzen besiegen konnte. Mit diesem kleinen Makel kann Stehauf-Männchen Safiullin aber bestimmt bestens leben, um möglichst gut vorbereitet die nächste Aufgabe Novak Djokovic in Angriff zu nehmen.

Hier das Einzel-Tableau der Herren in Wimbledon

Hier das Qualifikations-Tableau der Herren in Wimbledon

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von Dietmar Kaspar

Samstag
04.07.2026, 09:54 Uhr
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