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Wimbledon: The Joy of Watching Simona Halep playing Tennis

Wenn Simona Halep einen guten Tag erwischt, kann man nur eines tun: bewundernd zuschauen. Eine Schönes-Tennis-Liebeserklärung von Florian Goosmann.

von Florian Goosmann aus Wimbledon
zuletzt bearbeitet: 12.07.2019, 10:03 Uhr

Simona Halep
Simona Halep

"The Joy of Watching Simona Halep playing Tennis."

Klingt das nicht wundervoll? Und ist hiermit nicht eigentlich alles gesagt? Gut, dann noch einen schönen Tag zusammen, ihr Freunde des gepflegten Tennis.

Okay, machen wir uns doch noch ein paar Gedanken mehr darüber, warum es ein solches Hochgefühl sein kann, Simona Halep beim Tennisspielen zuzusehen.

Wenn eine gut aufgelegte Simona Halep den Tennisplatz bespielt? Dann stimmt so vieles. Diese Technik! Diese Beinarbeit! Diese Dynamik! Da wird nicht gehackt oder gerackert, sondern gespielt (natürlich wird gearbeitet, aber ihr wisst schon). Halep ist immer schon da, wo der Ball hinkommt. Alles wirkt so rund.

Interessant: Im Gegensatz zu vielen anderen, die über lange Ballwechsel ihr Glück versuchen, geht Halep nicht diese ewigen Cross-Rallyes mit, bis der gegnerische Ball zu kurz wird oder ein Fehler kommt. Oft wechselt sie früh die Linie entlang für einen Schlag, der für andere ein ein Winner sein müsste, weil die Gegnerin sonst cross kontern kann und man plötzlich blöd aus der Wäsche schaut und seiner guten Ausgangsposition hinterhertrauert.

Halep aber ist dann schon wieder da, spielt im Zweifel auch den nächsten Ball die Linie entlang, lässt die Gegenseite immer mehr verhungern, je länger der Ballwechsel dauert, umso besser für sie. In Hektik? Wirkt sie dennoch nie. Halep weiß stets, wo die Gegnerin hinspielt - meist schon, bevor die es selbst weiß.

Und zwischendurch zaubert sie, wenn auch viel zu selten. Den Punkt zum 5:1 im Halbfinale gegen Elina Svitolina, als sie einen kurzen Ball erlief und aus Schienbeintiefe eine Vorhand nadalesk wegspinnte... Ach, solche Punkte sind leider viel zu selten. Und sie zeigen, welch Gefühl Halep im Schläger hat.

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Halep mit dem Punch? Sie wäre wohl unschlagbar

Sie spiele frei auf, erklärte Halep kürzlich, nach dem French-Open-Sieg im Vorjahr sei nun der Druck weg - und das merkt man. Die Negativausbrüche und abgeschenkten Matches sind rar geworden, ein Verdienst natürlich von Darren Cahill, der sich aus familiären Gründen zu Beginn des Jahres aus ihrem Team verabschiedet hatte, aber, pssst, so hört man, mittlerweile wieder an Bord sei.

Freilich, Halep fehlt der große Punch, und ja, manchmal möchte man ihr dabei helfen, nach vorne ans Netz zu laufen, wenn sie wieder mal einen Ballwechsel wunderbar vorbereitet hat und einen Volley nur noch ablegen müsste, es aber vorzieht, noch drei, vier, fünf Schläge mehr von der Grundlinie zu spielen. 

Andererseits: Eine Simona Halep mit mehr Power beim Aufschlag, der krachenden Vorhand und einem Volley? Es würde vermutlich recht langweilig werden im Damentennis.

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zuletzt bearbeitet: 12.07.2019, 10:03 Uhr