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Wimbledon: Wann „explodiert“ Jannik Sinner endlich?

Jannik Sinner steht also wieder im Viertelfinale von Wimbledon. Geglänzt hat der Titelverteidiger auf dem Werg dorthin aber bei weitem nicht.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 06.07.2026, 11:59 Uhr

Jannik Sinner wird ja nicht müde zu betonen, dass er vielleicht doch ein Vorbereitungsturnier vor Wimbledon hätte spielen sollen. Das wird die Verantwortlichen in HalleWestfalen sicherlich freuen, dort hat Sinner ja 2024 und 2025 aufgeschlagen. Alleine: Bei der aktuellen Ausgabe des dritten Majors eines Tennisjahres muss Sinner seine Spielpraxis erst im Turnier aufbauen. Und das ist eine eher zähe Angelegenheit. 

Klar: Selbst bei seinem mühsamen Fünf-Satz-Erfolg gegen Miomir Kecmanovic zum Auftakt war Sinner nie wirklich in Gefahr, das Match zu verlieren. Und seither hat er ja weder gegen Nuno Gomes noch gegen Jensen Brooksby noch gestern gegen Shintaro Mochizuki einen Satz abgegeben. Aber das Ganze hat nicht mehr die Leichtigkeit, die der Weltranglisten-Erste im Frühjahr auf den US-amerikanische Hartplätzen oder danach in Monte-Carlo, Madrid und Rom demonstriert hat. Die Frage ist: Wann wird Jannik Sinne rin Wimbledon spielerisch „explodieren“?  

Sinner gegen Struff in allen drei Matches erfolgreich 

Gegen Mochizuki bestand die Schwierigkeit auch darin, dass der Japaner unkonventionell zu Werke geht. „Ich habe zu Beginn des Matche erst einmal verstehen müssen, wie ich überhaupt spielen soll“, erklärte Sinner am Abend in seiner Pressekonferenz. Dass er da einen erfolgreichen Weg gefunden hat, mache ihn stolz.  

Nun geht es am morgigen Dienstag gegen Jan-Lennard Struff, der erstmals in seiner langen Karriere in einem Viertelfinale bei einem Major steht. Für Jannik Sinner sind diese Situationen mittlerweile angenehmer Alltag, aber: „In einem Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers sind die Gefühle anders. Es gibt definitiv mehr Anspannung.“ 

Gegen Struff führt Sinner eine 3:0-Bilanz ins Treffen, alle drei Matches haben 2024 stattgefunden. Eines davon auf Rasen, nämlich in HalleWestfalen: Und da hatte Struff Sinner am Rande einer Niederlage, musste sich erst im Tiebreak des dritten Satzes geschlagen geben.  

Hier das Einzel-Tableau in Wimbledon 


 

von Jens Huiber

Montag
06.07.2026, 14:49 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.07.2026, 11:59 Uhr