Wojtek Fibak über Hubert Hurkacz: "Hat dasselbe Potential wie Iga Swiatek"

Die polnische Tennislegende Wojtek Fibak hat sich gegenüber der ATP wenig überrascht über den Erfolgslauf von Hubert Hurkacz in Miami geäußert. Der 68-Jährige sieht goldene Zeiten für das polnische Tennis anbrechen. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 07.04.2021, 08:44 Uhr

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Wojtek Fibak ist überzeugt: Der Erfolgslauf von Hubert Hurkacz kommt nicht von irgendwoher
Wojtek Fibak ist überzeugt: Der Erfolgslauf von Hubert Hurkacz kommt nicht von irgendwoher

Karrieretitel Nummer drei sollte ein erster ganz großer werden für den 24-jährigen Hubert Hurkacz aus Polen. Als Weltranglisten-37. nach Miami gereist, um sich beim ATP-Masters-1000-Event von Miami mit Medvedev, Zverev & Tsitsipas & Co zu messen, spielte sich der 1,96-Hüne mit Siegen unter anderem über Tsitsipas und Rublev ins Endspiel, in welchem Hurkacz seinem Kumpel Sinner keine Chance lassen sollte.

Auf dem Papier eine kleine Tennissensation, für die polnische Tennislegende Wojtek Fibak hingegen eine logische Konsequenz: "Er bewegt sich wie Iga auf dem Spielfeld. Er ist der Schnellste, er ist bewegt sich am besten. Er hat eine tolle Vorhand, eine tolle Rückhand. Alle Eigenschaften von Iga passen zu Hubert. Ich habe immer gesagt, Hubert hat das gleiche Potenzial wie Iga, also ist es keine große Überraschung", erklärte der ehemalige Doppelspezialist gegenüber der ATP. 

Erstmals gesehen hat Fibek den Hünen aus Polen beim Junioren-Event der French Open. Sofort sei dem 68-Jährigen Andy Murray in den Sinn gekommen: "Ich erinnere mich nur an die Art, wie er lief, ein bisschen wie ein Basketballspieler. Ich dachte an Andy Murray und ich dachte, dass er eine tolle Verteidigung und ein tolles Händchen hat, aber er war damals nicht so konstant", so Fibak. "Es ist schwierig, mit seinem Tennis konstant zu sein, weil er so flach schlägt er benutzte keinen Topspin."

"Sollte in den Top-Ten sein"

Mit der Zeit sei Hurkacz dann aber konstanter geworden - und damit weitaus gefährlicher. Eine Entwicklung, die laut Fibak auch mit dem Verhalten auf dem Platz zusammenhängt. Er selbst habe dem 24-Jährigen nämlich geraten, etwas "frecher" auf dem Platz zu sein. "Er hatte nicht die harte Seite. Er hatte nicht das, womit McEnroe und Connors erfolgreich waren. Er war fast zu nett in den letzten zwei, drei Jahren und ich glaube, er hatte nicht diesen Killerinstinkt", erklärte der Pole. 

Mit dem Sieg in Miami ist Hubert "Hubi" Hurkacz nun auf Rang 16 in den ATP-Charts vorgedrungen. Eine Reise, die laut Fibak noch lange nicht zu Ende sei: "Er sollte in den Top-Ten, wenn nicht sogar in den Top-Fve sein, und jetzt beweist er es", so der 68-Jährige. "Er ist ein Allround-Spieler, er hat keine Schwächen. Viele Spieler wissen heutzutage nicht, wie sie am Netz reagieren sollen, er aber ist ein großartiger Netzspieler."

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