„Worüber redest Du, Dominic Thiem?“ - Nick Kyrgios lässt nicht locker

Für Nick Kyrgios sind die Nachwehen des Adria-Tour-Ausflugs von Dominic Thiem und Alexander Zverev noch längst nicht ausgestanden. Über Twitter legte der Australier noch einmal nach.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 08.07.2020, 10:57 Uhr

Nick Kyrgios hat noch nicht fertig
© GEPA Pictures
Nick Kyrgios hat noch nicht fertig

Vielleicht muss ja Tommy Haas mit der Gravitas des Elder Statesman kommende Woche in Berlin den Vermittler geben: Dann nämlich sollen Alexander Zverev, Dominic Thiem und auch Nick Kyrgios an einem Schaukampf-Turnier teilnehmen, zunächst auf Rasen beim TC Rot-Weiß Berlin, dann auf Hartplatz am Flughafen Tempelhof. Ob die drei Letztgenannten aber wirklich vollzählig einlaufen, darüber wird sich auch Veranstalter Edwin Weindorfer seine Gedanken machen.

Fix scheint im Moment nur das Antreten von Dominic Thiem zu sein, wie Österreichs Nummer eins am Dienstag in Kitzbühel noch einmal bekräftigte. Zverev indes hat Weindorfer vor wenigen Tagen die Rute ins Fenster gestellt - sollte sich die deutsche Nummer eins nicht an die Corona-Spielregeln halten, würden die Bett1Aces ohne ihn stattfinden. Das wird nicht besonders gut angekommen sein beim bekannt sensiblen Zverev. Der aber immerhin Schützenhilfe von Kumpel Thiem erhalten hatte.

Kyrgios greift Thiem an

Thiem hatte in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung zunächst Zverev nach dessen Erscheinen auf einer Party in Monte Carlo verteidigt („Mir taugt nicht, wie ihn die Leute kritisieren. Er wird behandelt, als wäre er ein Volksschulkind. Aber er ist ein 23-jähriger Mann. Klar hat er einen Fehler gemacht – aber ich verstehe nicht, wieso sich da jetzt alle einmischen.") und war dann direkt auf Nick Kyrgios eingegangen.

„Kyrgios hat selbst schon richtig viel Blödsinn gebaut. Da verstehe ich es noch weniger, wenn er sich überall einmischt. Es wäre besser, wenn er mit sich selber ins Reine kommt, anstatt immer die anderen zu kritisieren.“ Das allerdings kam beim Australier nicht besonders gut an.

„Worüber sprichst Du, Dominic?“, ereiferte sich der Mann aus Canberra. „Fehler wie einen Schläger zerstört? Fluchen? Hier und da ein paar Matches abgeschenkt? Was jeder macht? Niemand von Euch ist auf dem intellektuellen Level zu verstehen, woher ich komme. Ich versuche Euch für Eure Handlungen verantwortlich zu machen.“ Und damit nicht genug: Das Verhalten von Djokovic, Zverev und Thiem zeige nur, dass sie die ganze Sache für einen Witz hielten - und während einer Pandemie einfach feierten als wäre nichts gewesen. „Menschen verlieren ihr Leben, geliebte Verwandte und Freunde.“ Und dann verteidige Thiem den „Fehler“ von Zverev.

Sollte es ab dem kommenden Montag zum sportlichen Vergleich in Berlin kommen, darf man auf die Atmosphäre unter den Spielern gespannt sein. Die Gelassenheit eines Tommy Haas kann da jedenfalls nicht schaden.

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Mittwoch
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