Caroline Wozniacki genießt jeden Moment

Beinahe wäre Caroline Wozniacki im vergangenen Jahr aus den Top 100 gefallen - in die kommende Saison geht die Dänin allerdings als eine der Top-Spielerinnen auf der WTA-Tour.

von tennisnet
zuletzt bearbeitet: 13.12.2017, 14:29 Uhr

Caroline Wozniacki

Andre Agassi taugt im Tennissport grundsätzlich immer als Vorbild - in sportlicher Hinsicht. Der US-Amerikaner hat während seiner aktiven Zeit das Return-Spiel revolutioniert, modische Akzente wie kein Spieler vor ihm gesetzt - und mit seinem Wimbledon-Sieg 1992 gegen Goran Ivanisevic die Gesetze der Tennis-Physik widerlegt. Damals galt schließlich die Prämisse, dass nur wer über einen in der Regel nicht erreichbaren Aufschlag verfügt, tatsächlich ein Anrecht auf den Titel an der Church Road habe. Agassi hat sich darum nicht weiter geschert, am Ende seiner Karriere alle vier großen Turniere auf der Tour mindestens einmal gewonnen.

Es gab allerdings auch eine Zeit, während der Andre Agassi durch ein tiefes Tal gehen musste. Außerhalb der Top 100 der Weltrangliste. Und damit zu Caroline Wozniacki.

Die Dänin ist zwar nicht ganz so tief gefallen wie Agassi, aber Platz 74 im Ranking entsprach zu keinem Zeitpunkt den Ansprüchen der ehemaligen Nummer eins der Welt. Wozniacki kann ihrem temporären Rückfall in der Retrospektive dennoch auch Positives abgewinnen. "Ich glaube, das ist das Schöne am Tennis", erklärte die aktuelle Nummer drei der Welt in einem Interview. "Man kann sich immer verbessern. Ich habe Höhen und Tiefen durchlebt - und die Erfolge nach meiner schweren Zeit umso mehr geschätzt."

Breite in der Spitze

Zwar hat Wozniacki die Saison 2017 mit dem Erfolg bei den WTA Finals in Singapur abgeschlossen, die ersten Monate der Spielzeit hatten allerdings durchaus erhöhtes Frustrationspotenzial: Insgesamt sechs Finali verlor Wozniacki (in Doha gegen Karolina Pliskova, in Dubai gegen Elina Svitolina, in Miami gegen Johanna Konta, in Eastbourne erneut gegen Plsikova, in Bastad gegen Katerina Siniakova, in Toronto schließlich noch einmal gegen Svitolina), bis es in Tokio endlich mit dem ersten großen Erfolg 2017 klappte - im Endspiel gegen Anastasia Pavlyuchenkova.

"Ich liebe es einfach zu spielen. Ich liebe, was ich tue", so Wozniacki weiter. Tatsächlich scheint sie die Erwartungshaltung, endlich auch bei einem Grand-Slam-Turnier den ganz großen Coup zu landen, nicht mehr zu belasten. "Ich fühle keinen Druck. Ich genieße einfach jeden Moment."

Wozniacki wird die kommende Saison in Auckland schaffen, gemäß ihrem Weltranglisten-Platz als Turnierfavoritin. Was im Damentennis anno 2018 womöglich nicht viel heißt - alleine im abgelaufenen Jahr wurde die Spitzenposition in den Rankings von fünf verschiedenen Spielerinnen eingenommen. "Ich glaube, dass wir gerade eine sehr große Ausgeglichenheit auf den vorderen Rängen haben. Es gibt so viele gute Spielerinnen. Es ist wirklich hart."

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13.12.2017, 14:29 Uhr