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WTA Linz soll trotz Ausgangsbeschränkungen stattfinden - Vroni Bokor gewinnt Wild Card

Seit Samstag steht fest, dass die Upper Austria Ladies in Linz ausgerechnet beim Jubiläum ohne Zuschauer stattfinden werden. Das einzige WTA-Turnier Österreichs, das letzte der laufenden Tour-Saison, wird als Geister-Turnier auf der Linzer Gugl stattfinden.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 03.11.2020, 11:54 Uhr

Laut Verordnung sind Veranstaltungen bis zu 100 ProfisportlerInnen in Innenräumen erlaubt, die 30. Auflage des Events in Linz daher nicht gefährdet. "Wir planen es auf jeden Fall. Ich kenne die Verordnung und muss noch mit dem Gesundheitsamt in Linz reden, ob wir es eh durchführen dürfen. Das brauche ich Schwarz-auf-Weiß", sagte Turnierdirektorin Sandra Reichel der APA.

Bei ihrem Turnier wären wie zuletzt in der Wiener Stadthalle ursprünglich noch 1.000 Fans zugelassen gewesen. Für Reichel bedeutet dies schon einen Verlust. In Wien hatte Straka erklärt, dass aufgrund aller erforderlichen Maßnahmen etc. rein finanziell eine Veranstaltung ohne Zuschauer billiger gewesen wäre, als jene mit 1.000 pro Tag. "Das ist bei uns anders." Die Coronamaßnahmen selbst inklusive aller notwendigen Corona-Tests würden in etwa 180.000 Euro kosten, schätzte Reichel.

Für die Spielerinnen selbst ist der Lockdown von 20.00 Uhr bis 06.00 Uhr früh kein Problem. Sind sie im sportlichen Einsatz, ist das ohnehin abgedeckt. "Und sonst sind die Spielerinnen sowieso in der Bubble im Hotel Marriott und in der TipsArena", sagte Reichel.

Obwohl Linz das weltweit einzige und auch letzte WTA-Turnier des Jahres ist, sind nicht so viele Spitzenspielerinnen wie etwa bei den Herren in Wien bereit, zu reisen. "Corona hat bei vielen schon etwas ausgelöst." Grundsätzlich seien Frauen sicher vorsichtiger als Männer. "Die WTA ist auch viel strenger in der ganzen Umsetzung. Wir haben strengere Reglements, das Manual der WTA ist viel detaillierter für die Spielerinnen als jenes von der ATP." Die Veranstaltung werde natürlich einen Verlust bringen, das Rote Licht für die Zuschauer kostet ihr Geld.

Wild Card geht nach Niederösterreich 

Veronika Bokor aus Niederösterreich hat indessen am Wochenende die große Chance genützt und eine Wildcard für die Qualifikation zum Jubiläumsturnier gewonnen. Im Tenniszentrum Froschberg setzte sich Bokor gegen Arabella Koller, Irina Dshandshgava, Anna Größ, Katarina Sopkova, Daniela Glanzer, Ines Faltinger und Sophia Piech durch. Im Finale schlug Bokor Koller mit 7:5, 6:1. 

„Ich bin begeistert, dass es in dieser turbulenten Zeit möglich war, die Young Ladies Wild-Card-Challenge durchzuführen – in Zusammenarbeit mit dem österreichischen und dem oberösterreichischen Tennisverband. Es ist mir ein Herzensanliegen, unseren jungen Spielerinnen diese Plattform zu bieten. Und die Siegerin kann dann beim Jubiläumsturnier den Duft der großen Tenniswelt schnuppern und wertvolle Erfahrungen sammeln“, meinte Sandra Reichel.

Marion Maruska, Fedcup-Kapitänin und Sportkoordinatorin im österreichischen Tennisverband, bilanzierte: „Das Finale war hart umkämpft, Veronika Bokor war die aktivere und aggressivere Spielerin. Freut mich, dass Sandra und ich diese Challenge gemeinsam ins Leben gerufen haben vor drei Jahren. Es ist super für Österreichs Damentennis, dass die jungen Spielerinnen diese Möglichkeit geboten bekommen, bei einem WTA-Turnier dabei sein zu können und dann sehen, wo die Reise hingehen soll.“

Zum Teilnehmerinnenfeld in Linz

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Dienstag
03.11.2020, 11:54 Uhr
zuletzt bearbeitet: 03.11.2020, 11:54 Uhr