WTA Miami: Das (gemäß Papierform) schlechteste 1000er-Match aller Zeiten
Zwei Wildcards machen es möglich: Das kombinierte Ranking von Sloane Stephens und Jennifer Brady ist vor ihrem Ortsrunden-Match in Miami vierstellig.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
17.03.2026, 14:44 Uhr

Das Erstrunden-Treffen in Miami zwischen Sloane Stephens und Jennifer Brady hat viele spannende Facetten. Zum einen fragt man sich natürlich, wie ernst es die beiden noch mit ihrer Tenniskarriere nehmen. Brady sei in dieser Hinsicht kein Vorwurf gemacht, sie war über lange Zeit von einer Verletzung geplagt. Stephens dagegen hat sich im vergangenen Jahr ja schon anderen Dingen zugewandt - etwa der Rolle einer Expertin für das amerikanische Fernsehen.
Aber klar: Es spielen hier auch zwei Frauen gegeneinander, von denen eine bereits ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat (Stephens 2017 in New York), und die andere immerhin schon einmal in einem Finale eines Majors stand. Das allerdings verlor Jennifer Brady 2021 gegen Ashleigh Barty in Melbourne.
Die Olympiasiegerin wartet
Am erstaunlichsten ist aber wohl Folgendes: Das Match zwischen Brady (WTA-Nummer 744) und Stephens (WTA-Nummer 717) wird das allererste in der Geschichte der WTA-1000-Events werden, in dem beide Spielerinnen außerhalb der Top 500 der WTA-Charts stehen. Naturgemäß mussten zwei Wildcards herhalten, damit diese Partie in Miami überhaupt stattfinden kann.
Zur Disposition steht übrigens ein Treffen mit jemandem, der es sehr wohl noch ernst meint. Denn in Runde zwei gibt es den nächsten Versuch von Qinwen Zheng, ihrem Comeback ein bisschen mehr Schwung zu verleihen. Die Chinesin ist in Miami an Position 23 gesetzt. Und sowohl gegen Jennifer Brady wie auch gegen Sloane Stephens klare Favoritin.
Hier das Einzel-Tableau in Miami
