"Würde dem Tennis nicht gut tun": Pegula spricht sich gegen Best-of-five-Modus bei Damen aus

Es ist ein Thema, das derzeit in der Tenniswelt quasi omnipräsent ist und für die eine oder andere hitzige Debatte sorgt: Soll es in Zukunft auch bei den Damen zu bestimmten Anlässen Best-of-five-Matches geben oder nicht? Jessica Pegula schlägt sich ziemlich eindeutig auf die Contra-Seite.

von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet: 06.03.2026, 07:51 Uhr

Jessica Pegula hält Best-of-Five-Matches bei den Damen für keine gute Idee.

Die, in der Tennishistorie immer wieder aufkeimende, Debatte wurde neulich durch einen Vorstoß von Australian Open-Turnierdirektor Craig Tiley neu entfacht. Tiley, der mittlerweile zum US-amerikanischen Tennisverband gewechselt ist, stellte in den Raum, dass bei den Australian Open in naher Zukunft ab dem Viertelfinale auch die Damen-Matches im Best-of-five-Modus ausgetragen werden sollen.

Die Reaktionen auf diesen Vorstoß waren gespalten. Einige begrüßten den Vorschlag als weiteren Schritt zur Gleichberechtigung der Geschlechter auf der großen Tennis-Bühne, andere konnten dem Konzept wenig abgewinnen. Vor allem auf Spielerinnnen-Seite waren die Reaktionen durchwachsen. Von der derzeitigen WTA-Weltelite konnte sich einzig die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka für die Idee begeistern, andere (unter ihnen Coco Gauff und Elena Rybakina) stellten Bedenken in den Raum, Iga Swiatek wiederum positionierte sich ganz klar gegen den Vorschlag.

“Ich bin kein Fan von fünf Sätzen”

Und auch Jessica Pegula, als Mitglied des Spielerrats eine Schlüsselfigur in den Entscheidungsprozessen der WTA-Tour, ist offenbar kein großer Fan des Vorschlages. "Wie ich schon mehrfach gesagt habe, sollten wir das nicht tun. Ich bin kein Fan von fünf Sätzen, nicht einmal bei den Männern. Ich weiß, es gibt sehr spannende Matches, die Eindruck hinterlassen, aber in den meisten Fällen gehen Spiele über fünf Sätze, weil die Spieler ermüden und ihre Kräfte anders einteilen müssen. Viele haben mir das bestätigt“, erklärte die US-Amerikanerin anlässlich des Turnieres in Indian Wells.

Der Vorschlag sei einfach nicht sehr durchdacht, so die 32-Jährige. „Es gibt viele Faktoren, die man nicht berücksichtigt oder die den Fans zunächst nicht bewusst sind, aber es würde eine bedeutende Veränderung für den Tennissport bedeuten. Ich weiß nicht, wie die Turnierpläne dann gestaltet werden könnten. Zehn Stunden lang zwei Tennisspiele anzusehen, wäre sicherlich kein Vergnügen. Ich glaube auch nicht, dass die Männer das gutheißen würden, da sich die Tage dadurch deutlich verlängern würden und die Spiele sehr spät enden würden… Es gibt viele Aspekte zu bedenken, und es wären viele Gespräche nötig, um so etwas vorzuschlagen, aber ich glaube nicht, dass es dem Tennis guttun würde“, resümiert Pegula, die diese Position auch im WTA-Spielerrat vertreten wird.

Wenn man an den epischen Herren-Halbfinal-Tag bei den Australian Open dieses Jahres zurückdenkt, ist allerdings zumindest das Argument, dass zehn Stunden zwei Tennisspiele anzusehen, grundsätzlich kein Vergnügen bereiten könne, etwas in Frage zu stellen.

Das Einzel-Tableau der Damen in Indian Wells

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Freitag
06.03.2026, 09:22 Uhr
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