Zverev und Kerber nach United Cup: Voll auf Kurs

Alexander Zverev und Angelique Kerber fahren mit einem spektakulärenTriumph und der (fast) perfekten Vorbereitung nach Melbourne. So unterschiedlich ihre Erwartungen an den United Cup auch gewesen sind: Beide sind aufgegangen. 

von Daniel Müksch
zuletzt bearbeitet: 08.01.2024, 09:50 Uhr

© Getty Images

Wenn man mit einer ehemaligen Nummer eins und mehrfachen Grand-Slam-Siegerin und der aktuellen Nummer sechs und amtierenden Olypiasieger im Herrentennis einen Teamwettbewerb bestreitet, darf man sich natürlich immer etwas ausrechnen. Beim United Cup in Sydney waren viele Vorzeichen aber so ungewiss, dass Deutschland nicht zu den Topfavoriten Down Under gehörte. Da schien beispielsweise Endspielgegner Polen doch stabiler. 

Dass sich das deutsche Team dennoch den Titel sichern konnte, spricht für die Mentalität des Teams. Und auch für die Geschlossenheit der Mannschaft. Wie eine Laura Siegemund auf den Punkt ihre Leistung im Mixed abrufen konnte, war beeindruckend.

Aber das Hauptaugenmerk lag natürlich auf den Spitzen-Duo Angelique Kerber und Alexander Zverev. 

Zverev und Kerber: Zweimal ein gutes Gefühl

Freilich Kerber konnte nur ein Einzel gewinnen. Denoch verlässt sie Sydney mit dem Gefühl, dran zu sein. Sie hat immer wieder gute Passagen gezeigt, muss diese aber über ein gesamtes Match konservieren. Dann kann sie selbst einer Iga Swiatek gefährlich werden. Viel mehr konnte die Kielerin nach ihrem Mama-Comeback nicht erwarten. 

Für ihren männlichen Gegenpart Alexander Zverev ging es darum, möglichst viel Spielpraxis gegen starke Gegner zu bekommen. Da hat Zverev auf jeden Fall bekommen. Bei dem Olympiasieger ist natürlich auch nicht alles Gold was glänzt. Seine Niederlage gegen Alex de Minaur im Halbfinal-Einzel hat gezeigt, dass Zverev immer ein Ausrutscher passieren kann. Und auch gegen Hubert Hurkacz war er nur wenige Zentimeter von einer Niederlage entfernt. Aber mental ist Alexander Zverev Anfang 2024 voll da. Er glaubt an sich und weiß, dass er, sobald er sein bestes Tennis spielt, von nur ganz wenigen Spielern auf der Welt zu schlagen ist. Ebenfalls ein schönes Gefühl, um die Australian Open nächste Woche zu starten.

Aus deutscher Sicht kann man daher voller Optimismus Richtung Grand-Slam-Auftakt blicken – und sagen: Es kann losgehen.

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von Daniel Müksch

Montag
08.01.2024, 09:55 Uhr
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