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Zwischen Würdigungen und Wimbledon: Zverev in Halle geehrt

Nach dem French-Open-Sieg ist vor Wimbledon: Schon beim Vorbereitungsturnier auf den Rasenklassiker hat Alexander Zverev seinen nächsten großen Titel im Blick. Doch vorher gibt's in Halle eine weitere Ehrung - und (zu viel) Champagner.

von SID
zuletzt bearbeitet: 14.06.2026, 18:34 Uhr

Alexander Zverev vor ziemlich genau einer Woche in Paris
© Getty Images
Alexander Zverev vor ziemlich genau einer Woche in Paris

Alexander Zverev nahm sich seine Zeit. "Sascha hat noch trainiert und danach muss er noch duschen und Haare waschen - und er hat viele Haare", sagte der Stadionsprecher des ATP-Turniers in Halle. Doch als Zverev mit 30 Minuten Verspätung und zum Song "Simply The Best" von Tina Turner auf den Centre Court einlief, jubelten die Zuschauer trotzdem laut.

"Ich kriege so viel Champagner, ich muss am Dienstag noch ein Tennismatch spielen, das wisst ihr, oder?", witzelte Zverev, als er vor Beginn des Rasenturniers in Westfalen für seinen ersten Grand-Slam-Titel - in Form eines XXL-Bilderrahmen - geehrt wurde. Im Anschluss lief ein Film mit den Highlight-Momenten seiner Karriere.

"Ich bin dir nach Paris hinterhergereist. Dass es geklappt hat, hat alle wahnsinnig gefreut. Und ich reise dir auch bei weiteren Grand-Slam-Finals hinterher, das ist versprochen", sagte Dietloff von Arnim, Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), der Zverev gemeinsam mit Turnierdirektor Ralf Weber und Sven Wortmann, Geschäftsführer des Titel-Sponsors, den Award überreichte und die sportlichen Leistungen des Hamburgers würdigte.

Zverev: “Möchte noch sehr viele Titel gewinnen”

"Ich hoffe, dass wir, wenn ich aufhöre, nicht 30 Jahre auf den nächsten Grand-Slam-Sieger warten müssen", sagte Zverev zu von Arnim und zum Haller Publikum und versprach unter Applaus: "Ich möchte noch sehr viele Titel gewinnen. Auch diesen hier."

Zeit, zur Ruhe zu kommen und seinen Erfolg sacken zu lassen, hatte er somit immer noch nicht. Stattdessen reitet der 29-Jährige weiter auf der Euphoriewelle. "Ich freue mich, jetzt in Deutschland zu spielen", sagte Zverev: "Ich darf jetzt nicht sagen, jetzt bin ich Grand-Slam-Champion und jetzt kann ich mich irgendwie entspannen."

Schon bei seiner Ankunft in Halle am Mittwoch war Zverev mit einer Torte in Eiffelturm-Form empfangen worden. In Hamburg, der Geburtsstadt des Weltranglistendritten, ist eine weitere Ehrung im Rathaus geplant.

Doch mit dem Rasenklassiker Wimbledon steht schon in zwei Wochen das nächste Grand-Slam-Turnier vor der Tür. Der Hamburger zeigte sich zuletzt zuversichtlich. "Ich habe erst eins der vier Grand Slams gewonnen. Ich will weiter an meinen Träumen arbeiten und bin besser in Form als letztes Jahr."

Frühes Aus in Wimbledon 2025

2025 schied Zverev in Wimbledon überraschend in der ersten Runde aus und sprach danach von mentalen Problemen und fehlender Freude "an allem", was er tue. Bisher kam der Hamburger bei den All England Championships nie über das Achtelfinale hinaus. Mit einem erstmaligen Finaleinzug könnte er in der Weltrangliste an Carlos Alcaraz vorbeiziehen.

Für seine insgesamt zehnte Teilnahme bei dem Rasenklassiker in London erhält Zverev aber Zuspruch. Tennislegende Boris Becker traut der deutschen Nummer eins in Wimbledon einiges zu: "Seine neuen Netzangriffe sind genau das richtige Rezept auf Rasen", attestierte Becker: "Einfach offensiver und näher an der Grundlinie: Dann gibt es keinen Grund, warum Sascha nicht auch auf Rasen gut spielen kann."

In Halle nimmt Zverev vor dem Highlight der Rasensaison in Wimbledon (ab 29. Juni) nun erstmal den nächsten, etwas kleineren Titel in Angriff.

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Sonntag
14.06.2026, 18:30 Uhr
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