Adrian Mannarino und der hochkarätige Sandplatz-Fluch

Eigentlich schien die Zweisatz-Niederlage von Adrian Mannarino in der Auftakt-Runde beim Masters-Event in Rom gegen den Bosnier Damir Dzumhur nur eher eine Randnotiz zu sein. Dennoch besiegelte der aktuelle Weltranglisten-45. damit seine siebenjährige Flaute auf der roten Asche bei Masters- oder Major-Events.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 15.05.2026, 20:41 Uhr

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In Roland Garros startet Adrian Mannarino den nächsten Anlauf zur Beendigung seiner inzwischen siebenjährigen Sandplatz-Flaute auf Masters- und Major-Ebene.

Beinahe ein Lächeln dürfte es allen ATP-Spielern aktuell ins Gesicht zaubern, wenn Ihnen die Auslosung bei einem Masters- oder Grand-Slam-Turnier auf Sand als Auftaktgegner den Namen Adrian Mannarino beschert. Zwar spielt der Routinier immer noch eine sehr beachtliche Kugel und hält sich immer noch in den Top 50 des ATP-Rankings, doch die Performance auf der roten Asche zählt wahrlich nicht zu den großen Stärken des 37-Jährigen.

Mit seiner extrem weichen Schläger-Besaitung lebt der Franzose mit seinen möglichst früh genommenen Bällen eher vom Konterspiel, das ihn mit seinem beinahe unnachahmlichen Touch bis auf Position 17 in der Weltrangliste führte. Doch gegen die „im Vergleich zu ihm als Hard-Hitter“ auftretenden Gegner scheint für den Linkshänder auf den renommiertesten Sandplätzen dieses Erdballs seit längerem kein Kraut mehr gewachsen zu sein.

Mit seiner Zweisatz-Niederlage beim 1000er-Event in Rom gegen den Bosnier Damir Dzumhur besiegelte er seine nun sieben Jahre andauernde Flaute bei Sandplatz-Turnieren auf Masters- oder Grand-Slam-Ebene. Seinen letzten Match-Erfolg diesbezüglich feierte er 2019 bei den French Open mit einem Auftakt-Sieg gegen den Italiener Stefano Travaglia. Und exakt in Roland Garros wird der in Florida lebende Mannarino in knapp zwei Wochen seinen nächsten Anlauf diesbezüglich starten.

Doch auch in den darunter liegenden Ebenen läuft es für Mannarino auf dem roten Geläuf alles andere als rosig. Bereits seit mehr als einem Jahr konnte er sowohl auf 250er- als auch auf Challenger-Ebene keinen Sieg auf diesem Belag einfahren und hält somit bei 13 Niederlagen in Folge. Zuletzt triumphierte er letzte Saison im April beim Challenger in Mexico im Viertelfinale gegen den Australier Bernard Tomic, der auch nicht gerade als absolute Sandplatz-Ikone gilt. Umso optimistischer dürfte beim bevorstehenden Sand-Major in Paris derjenige Spieler ins Rennen gehen, dem das vermeintliche Glückslos Mannarino in der Auftaktrunde zugeteilt wird.

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Freitag
15.05.2026, 20:41 Uhr
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