Alex de Minaur mit dem Top-10-Fluch beim Heim-Major
In der Runde der letzten Acht der Australian Open 2026 blieb Alex de Minaur gegen den topgesetzten Spanier Carlos Alcaraz ohne Satzgewinn und verpasste damit erneut sein erstes Grand-Slam-Halbfinale. Zudem hat damit auch seine Niederlagenserie gegen Top-10-Spieler beim Heim-Grand-Slam-Turnier weiter Bestand.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
28.01.2026, 11:56 Uhr

Mit großen Ambitionen und zugleich auch großer Erwartungshaltung des heimischen Publikums ging Alex de Minaur bei den Australian Open 2026 in seine Viertelfinal-Partie gegen den topgesetzten Carlos Alcaraz aus Spanien. Trotz der schweren Aufgabe gegen den aktuellen Branchenführer war der 26-jährige gewillt, diesmal den Bock in mehrfacher Hinsicht umzustoßen. Mit dem ersten Sieg gegen den Spanier, gegen den er die vorigen vier Partien alle verloren geben musste, sollte vor auf heimischem Boden sein erstmaliger Einzug ins Semifinale bei einem Grand-Slam-Turnier besiegelt werden, nachdem er bei allen vier Majors insgesamt sechs Viertelfinals als bestes Resultat vorweisen konnte.
Auch wenn es sich beim 22-jährigen Alcaraz um die höchstmögliche Hürde handelte, an welcher der australische Publikumsliebling in drei Sätzen deutlich scheiterte, machte sich beim Weltranglisten-6. auch aufgrund einer anderen Serie großer Frust breit. Auch bei seiner neunten Teilnahme beim Major in Melbourne blieb ihm ein Triumph über einen Top-10 Kollegen verwehrt. Auch bei den anderen Grand-Slam-Turnieren kann der zehnfache ATP-Titelträger bei insgesamt 36 Teilnahmen diesbezüglich kaum eine bessere Bilanz vorweisen. Nur mit Daniil Medvedev 2024 auf dessen ungeliebtem Sandbelag in Roland Garros und dem dauerverletzten Kei Nishikori 2019 bei den US Open konnte er jeweils einen Spieler aus dem erlauchten Kreis bezwingen.
Dementsprechend geknickt präsentierte sich der australische Davis-Cup-Spieler nach dem Match auf der Pressekonferenz: „Es fühlt sich nicht großartig an, das kann ich ihnen sagen. Man versucht, die richtigen Dinge zu tun. Man versucht, sich ständig zu verbessern. Wenn die Ergebnisse ausbleiben oder sich die Verbesserungen nicht im Ergebnis widerspiegeln, ist man ziemlich enttäuscht.“
Doch wie man de Minaur kennt, wird er weiterhin alles daransetzen, das Momentum diesbezüglich zum positiven zu wenden und sich vor dem nächsten Major auf der Tour dieser Problematik anzunehmen. Doch auch dort ist die Bilanz mit 20 Siegen bei 81 Partien gegen Top-10-Spieler bisher alles andere als erbaulich.
