Alexander Zverev: Mehr Mischa und Familie, Becker eine Option

Mischa Zverev hat sich in einem Interview mit Sky Sport News zur überraschenden Trennung seines Bruders Alexander von der Agentur TEAM8 geäußert.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 19.01.2021, 16:16 Uhr

Mischa und Alexander Zverev im Herbst 2020 in Köln
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Mischa und Alexander Zverev im Herbst 2020 in Köln

In Sachen Management hat Alexander Zverev in seiner immer noch jungen Karriere einiges mitgemacht. Erst im vergangenen Herbst konnte sich die deutsche Nummer eins aus dem Vertrag mit Patricio Apey lösen, danach schien Zverev bei TEAM8, der Agentur von Roger Federer und dessen Manager Tony Godsick, gut aufgehoben zu sein. Umso überraschender die Trennung von TEAM8, die Alexander Zverev am Montag via Instagram bekannt gab.

Bruder Mischa Zverev nutzte bei Sky Sport News nun die Gelegenheit, die aktuelle Situation zu erklären. „Das Management muss auch bei den Turnieren präsent sein, was in der jetzigen Situation schwierig ist,“ so der ältere der beiden Zverev-Brüder, der beim Qualifikationsturnier für die Australian Open in Doha gescheitert ist. „TEAM8 wird uns weiterhin beraten, wenn es nötig ist. Aber wir haben uns entschlossen, jetzt mehr Wert auf die Familie zu legen.“

Gutes Verhältnis mit Federer

Das Verhältnis zu Roger Federer, mit dem sich Zverev Ende 2019 auf eine Südamerika-Tour begeben hatte, sei dadurch nicht belastet. „Roger ist ja kein Manager, sondern selber Spieler. Sascha und er sind nach wie vor super befreundet“, so Mischa weiter. Das sei jetzt auch keine dramatische Trennung, sondern eine Entscheidung, die der Familie Zverev derzeit als am vernünftigsten erscheint.

Seine eigene Rolle wusste Mischa Zverev noch nicht so recht zu beschreiben. „Das wird interessant werden. Ich habe nicht vor aufzuhören. Deshalb ist Sergej Bubka ja dabei, der kennt die Szene.“ Er, Mischa, habe seinen Bruder auch in der Vergangenheit schon beraten. Und in den vergangenen Monaten hätten die beiden auch täglich bis zu drei Mal miteinander trainiert.

Die Option, dass Boris Becker als Super Coach zum Team stößt, sei nach wie vor da, ergänzte Mischa Zverev im Gespräch mit Moritz Lang. Das müsse letztlich Sascha entscheiden. Aber auch im Fall von Becker gälte, dass es in der augenblicklichen Situation fast unmöglich ist, mit einer größeren Gruppe zu reisen. Im vergangenen Jahr hatte Becker dem deutschen Team beim ATP Cup als Kapitän vorgestanden. In der stark verschlankten Ausgabe 2021 wird diese Rolle Mischa Zverev zufallen.

Hier geht es zum gesamten Interview mit Mischa Zverev

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Dienstag
19.01.2021, 17:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 19.01.2021, 16:16 Uhr